Browsed by
Autor: Sabine

Buchbesprechung: Bienenbücher

Buchbesprechung: Bienenbücher

Ich habe mir aus der Bibliothek die Bücher

Mein Garten summt! von Simone Kern

Kosmos Verlag, ISBN Nr. 978-3-440-15270-6

Bienenfreundlich Gärtner von Katrin Lugerbauer

BLV Verlage, ISBN Nr. 978-3-8354-1598-0

geliehen. Beide Bücher beschäftigen sich mit dem bienenfreundlichen Garten.

Während Simone Kern in ihrem Buch einen großen Bogen schlägt, über Natur in der Stadt und Stadtgärten anlegen, bis zu den Insektengärten, darin Wassergärten und unordentliche Gärten. Sie stellt Insekten in Porträts vor, sowie die passenden Pflanzen. Man erhält in dem Buch einen guten Überblick, wenn man sich am Anfang seines Vorhabens befindet, seinen Garten oder Balkon in eine Insektenoase zu verwandeln.

Im Buch von Katrin Lugerbauer geht es detaillierter um die Pflanzen und ihre Standorte. Der Fokus liegt ganz klar auf den Garten, wenig Balkon oder das städtische Gärtnern. Auch in dem Buch sind einige Insektenporträts enthalten.

Beide Bücher haben Ihre Berechtigung und sie haben mir beide gefallen. Allerdings hat mir das „Bienenfreundlich Gärtner“ mehr Informationen über die Pflanzen für mein Präriegartenbeet gegeben, das ich 2019 in Angriff nehmen möchte.

Einkaufstour

Einkaufstour

Von diversen Geburtstagen hatte ich noch Gutscheine, daher startete ich im Frühjahr mit meiner Einkaufstour, dabei ist mir sehr klar der Unterschied der Pflanzen zwischen Gartencentern, Baumärkte oder Staudengärtnerein aufgefallen.

Erstens sind die Pflanzen in den Gartencentern und Baumärkten nicht immer eindeutig beschriftet. Man findet deutsche „Phantasienamen“ und der lateinische Name ist nicht vollständig, d. h. man kauft vielfach „die Katze im Sack“. Zweitens ist das Verhältnis Pflanze zu Wurzel immer zu Gunsten der oberirdischen Pflanze, auch ein Zeichen von starker Düngung. Die Preise waren auch immer höher als in der Staudengärtnerei.

In der Staudengärtnerei (ich war bei Augustin in Effeltrich) sind die Pflanztische nach Lagen, d. h. sonnig, halbschattig oder Bodenbeschaffenheit sortiert, die Pflanzen immer lateinisch klar beschriftet. Das Verhältnis Pflanze zu Wurzel ist immer zugunsten der Wurzel.

Alle gekauften Pflanzen habe ich gleich gewässert und eingepflanzt. Bei den Pflanzen aus dem Baumarkt oder Gartencenter kam es zu einem schnellen oberirdischen Wachstumsschub, einige sind  mir dann auch schnell eingegangen, weil die Wurzel, gerade bei der diesjährigen Trockenheit, nicht schnell genug nachkam. Ausserdem habe ich einige Überraschung in Farbe oder Wuchshöhe erlebt. Die Pflanzen aus der Staudengärtnerei sind alle angegangen und wurde langsam grösser, hatten stabile Blüten und haben den Sommer gut überstanden.

Mein Fazit: ich würde, und habe dies auch im Herbst getan, einer Staudengärtnerei den Vorzug geben. Insbesondere wenn Ihr viel anpflanzen müsst und es entsprechend ins Geld geht. Ihr spart einige Cent oder Euro pro Pflanze (oft gibt es auch Mengenrabatt) und die Pflanzen gehen besser an.

Was ist Eure Erfahrung?

Alchemilla mollis – Frauenmantel aus der Staudengärtnerei
Der Schnitt – einer für alle?

Der Schnitt – einer für alle?

Jetzt ist die Zeit um die Pflanzen im Garten zu schneiden. Die Frage ist immer, wie viel schneide ich und welche Art Schnitt verträgt die Pflanze. Mir kommen fast die Tränen, wenn ich sehe, dass Gehölze mit der elektrischen Heckenschere oder besser noch mit der Kettensäge bearbeitet werden. Wir nennen das immer den „Hausmeister-Schnitt“, dabei wird die Pflanze einfach nur gekürzt oder in irgendwelche Formen geschnitten. Das Schlimmste was mir je passiert ist, dass ein solcher Hausmeisterservice mit der elektrischen Heckenschere meinen schönen Bambus in ein kugeliges Etwas verwandelt hat!

Aber wie macht man es denn jetzt richtig? Ich gebe Euch einige Beispiele, wie ich an die Gehölze ran gehe, dabei gehe ich mutig ans Werk, wie schon mein Vater mir beigebracht hat.

Die Felsenbirne Amelachier lamarckii soll ein Schirm als Krone bilden, deshalb habe ich ihr dieses Jahr alle dünnen Triebe unten abgeschnitten und habe bis zu einer Höhe von ca. 1 m alle kleinere seitlichen Triebe entfernt. Ich hoffe, dass dann die Haupttriebe kräftiger werden und sie in die Höhe wächst. Daneben stehen auch Felsenbirnen, aber die Sorte Amelanchier Ovalis, diese wächst buschig, sodass ich sie dieses Jahr nicht schneide. Erst, wenn es zu dicht wird und der Busch nicht richtig ausschlägt, nehme ich Triebe im Inneren weg, damit er mehr Luft bekommt. Ihr seht, zwar eine Art, aber zwei Herangehensweisen. 

Dann zu den  Haselnusssträucher, ich habe eine grünen und eine rote Sorte. Der grüne Strauch wächst ganz kompakt und langsam, den lass ich in Ruhe und schneide gar nicht, damit er keine Wassertriebe bildet. Der rote hingegen hat dieses Jahr (trotz Trockenheit) extreme Wassertriebe gebildet. Hier werde ich die gerade gewachsenen Triebe komplett kürzen und die seitlichen nur einkürzen. Ich hoffe, dass ich ihn nicht wieder motiviere so auszutreiben.

Beim Sommerflieder Buddleja x weyeriana ‚Flower Shower‘  schneide ich im Herbst das obere Drittel mit den Blüten raus und im Frühjahr nach dem Frost, schneide ich noch mal, dann aber kräftig runter bis auf ca. 50 cm. Bisher sind die beiden Sträucher immer toll wieder ausgetrieben und hatten ganz viele Blüten. Man muss nur wirklich aufpassen, dass man im Frühjahr den Zeitpunkt richtig erwischt, denn wenn er nach dem starken Rückschnitt noch Frost bekommt, kann das zum Totalausfall führen.

Die Rosen sind auch ganz starke Individualisten beim Schnitt. Je nachdem, ob es sich um Edelrosen, Beetrosen oder Kletterrosen handelt, immer ist eine andere Art Schnitt notwendig. Ich kann jedem Rosenliebhaber nur empfehlen mal einen Kurs zu machen, denn ich finde, die ganzen Zeichnungen in den Zeitschriften und Büchern sehen nie so aus, wie meine Rosen in Natura.

Aber ich finde, dass der Obstbaumschnitt die Krönung ist. Was man dort alles beachten muss, damit man nicht aus Versehen die Äste abschneidet, die Früchte ansetzen, beeindruckt mich immer wieder. Auch muss man die Fruchtwaage beachten, damit die Früchte quasi unten am Ast hängen. Hier gibt es tolle Kurse bei Kleingartenvereinen oder auch direkt bei Baumschulen. Bei Interesse einfach mal googeln, das Angebot ist recht gross. Ich bin hier keine Hilfe, besitze nur eine Quitte und die sieht mit noch ok aus.

Also, Ihr seht,  „einer für alle“ gilt beim Pflanzenschnitt ganz bestimmt nicht. Im Frühjahr berichte ich über meine Schnittaktion bei Stauden. 

Buchbesprechung: Bienenblues von Jasmin Köchl

Buchbesprechung: Bienenblues von Jasmin Köchl

Durch einen Artikel in den Nürnberger Nachrichten bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe mich auch direkt am Crowdfunding beteiligt. Kurze Zeit später war das Projekt erfolgreich und das Buch ging in Druck und im Oktober 2018 hielt ich es in Händen.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, weil es wunderschöne Zeichnungen beinhaltet und auch die Seitenfarben je nach Inhalt variieren, z. B. im Kapitel über Honig sind die Seiten auch Honiggelb. Beim ersten Durchblättern wurde ich sofort neugierig und wollte weiterlesen.

Jasmin hat es in Ihrem ersten Buch geschafft, mich als Leser sofort davon zu überzeugen, dass Bienen sympathisch und sehr wichtig sind. Wusste ich zwar vorher auch, aber im Buch ist das so lebendig. Sie bringt uns auch die Faszination des Bienenvolkes, deren Kommunikation und Lebensweise so nah. Ganz besonders beeindruckt war ich von der Kommunikation mittels der Tänze. Bienen sind in der Lage, ihren Kolleginnen die Lage der gefundenen Futterquellen mittels verschiedene Tänze zu zeigen oder zu erklären.  Ich war natürlich besonders an den Pflanzen im Buch interessiert, die als Bienenfreundlich bezeichnet werden. Ich muss zugeben, dass ich doch einige nicht kannte.

 

Mein Fazit: dieses Buch ist toll für kleine und große Leser, die die Grundlagen der Bienen kennenlernen wollen, ohne Imker werden zu wollen oder gar Wissenschaftler. Außerdem ist es durch seine hochwertige Aufmachung ein tolles Geschenk, z. B. zu Weihnachten.

Das Buch ist im Piepmatz Verlag erschienen unter der ISBN 978-3-942786-27-0

https://www.piepmatz-verlag.de/shop/bienenblues/

Herbstzeit ist Zwiebelzeit

Herbstzeit ist Zwiebelzeit

Trotz des derzeit Spätherbstlichen Wetters mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad habe ich angefangen, die Blumenzwiebeln zu setzen. Nachdem ich schon rund 100 „verbuddelt“ hatte, habe ich mir mal die Anleitung angeschaut und dort stand, dass Narzissen 20 cm tief vergraben werden sollten. Das ist doch mindestens ein Spaten tief. Gleichzeitig liesst man überall, dass man die Zwiebel zweimal so tief pflanzen soll, wie die Zwiebel hoch ist. Das konnte bei meinen Zwiebeln nie und nimmer 20 cm sein. Also habe ich die Anleitung ignoriert und weiter nach Gefühl gebuddelt.

Kleinere Zwiebeln, wie Winterlinge oder Ranunkeln setzte ich gerne mit einer Einpflanzhilfe, mit der man auch Reihen für die Aussaat ziehen kann. Scheint aber bei Gardena nicht mehr im Programm zu sein. Auf jeden Fall piekse ich damit wahllos im Beet rum, lass die kleinen Zwiebeln in die Löcher fallen und drücke sie wieder zu. Geht ganz schnell.

Bei den größeren Zwiebeln grabe ich mit der Pflanzkelle ein Loch und dann lege ich die Zwiebel dort rein. Vorher mische ich die Zwiebeln, damit es ein buntes Bild an unterschiedlichen Arten gibt. Die Farbe passe ich an die Stauden des jeweiligen Beetes an. Wenn man eine freie Fläche hat, kann man die Zwiebeln mischen und einfach auf die Fläche werfen, dort wo sie landen, werden sie vergraben. Das geht leider bei mir nicht, weil ich sie zwischen den Stauden nicht mehr wiederfinden würde.

Wenn man allerdings geometrische Formen legen will, muss man schon den Verlauf planen und die Zwiebeln ordentlich legen. Habe solche Muster mal von Krokussen im Rasen gesehen, aber das ist nichts für mich. Ich freue mich immer im Frühjahr, wenn überraschend irgendwo ein Blütenkopf erscheint.

Bad Kissingen – Gärten und Parks

Bad Kissingen – Gärten und Parks

Ich war dieses Wochenende in Bad Kissingen, leider etwas zu spät im Jahr und bei Hochnebel, sodass die Schönheit des Kurparks und des Rosengartens nicht zur Geltung kam. Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Blumenarrangements sehr schön fand, auch wenn es jetzt nur noch Stiefmütterchen sind.

Kurhaus
Innenhof des Kurhauses

Der Rosenpark mit seinen ca. 10.000 Rosenstöcken und der imposanten Wasserfontäne haben uns selbst bei trüben Wetter beeindruckt.

Rosengarten mit Fontäne
Foto: Susanne Freuches

Falls Ihr mal einen Ausflug plant, Bad Kissingen ist es wert, ob Ihr Euch schöne Rosen anschauen mögt, gemütlich bummeln wollt oder lecker essen, es lohnt sich.

Hier die offizielle Homepage mit natürlich Sonnenfotos.

https://www.badkissingen.de/de/aktivitaeten/gaerten-und-parks/index.html

Gartenprojekt 2024 – Folge 3

Gartenprojekt 2024 – Folge 3

Gartenplanung Winter 2017/2018

So, nun war erstmal der Umzug erledigt und so langsam kehrte der Winter ein. 

Also hatte ich es mir am Schreibtisch gemütlich gemacht um den Garten jetzt erstmal in Ruhe weiter zu entwickeln. Die Beete auf der rechten und hinteren Seite waren jetzt erstmal mit den bestehenden Pflanzen gefüllt. Dabei hatte ich vorne links die Pflanzen von der Nordseite, d. H. Epimedium und Hydrangeas, sowie die Schneebälle gepflanzt, da dort der meiste Schatten war. Auch die Farbe war einheitlich weiss blühend. 

Nach den Eiben ging es mit der Farbe rosa/pink/lila weiter, hier hauptsächlich die Geranium Arten und alle rosa blühenden Gehölze. 

Hinten habe ich die weiss und gelb blühenden Gehölze, wie Hamamelis und Amalanchier gesetzt, unterpflanzt mit weissen Geranium. 

Bei den Farben ist es ganz wichtig, dass man die leuchtenden wie weiss und gelb hinten in den Garten oder in den Schatten setzen kann, denn sie werden auch aus der Entfernung, z. B. von der Hausterrasse gut wahrgenommen. Dunkle Töne, wie rot oder lila, lieber in die Nähe setzen, die gehen sonst unter. 

Dies war nun erstmal das grobe Konzept für die erste Pflanzaktion. Jetzt blieben mir aber noch etliche Quadrameter über. Erstmal habe ich die Terrasse gezeichnet, dabei wollte ich altersgerechte schon mal eine Rampe einbauen, das haben wir haben später wieder verworfen, der Platzbedarf dafür war einfach zu hoch. Auch wollte ich Treppenabgänge links und rechts haben, auch das haben wir zugunsten einer etwas attraktiveren Mitteltreppe wieder geändert. Wie Ihr seht, sind Planungen am Schreibtisch immer erst der Anfang bei mir. Diese Entwürfe werden dann vor Ort immer mal wieder überprüft, wenn sich z. B. Die baulichen Möglichkeiten anders darstellen. 

Im mittleren Teil des Gartens wollte ich einen Präriegarten anlegen, denn dort ist es immer sonnig und aufgrund unseres sandigen Bodens auch sehr trocken. Gerne wollte ich auch einen kleinen Wasserlauf einbauen, aber die hohe Verdunstung hielt mich davon ab. Meine Idee für diesen Präriegarten habe ich aus dem Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim http://www.sichtungsgarten-hermannshof.de/index-2.html . Da der Winter doch aufgrund der vielen Arbeit im Haus einfach zu kurz war, musste ich dieses Projekt noch mal zurückstellen. Wichtig war erstmal die Terrasse, das lest Ihr dann, wenn Ihr mögt, in der nächsten Folge.

Blühende Sträucher nach dem Umzug
Königliche Gartenakademie – Bericht im RBB

Königliche Gartenakademie – Bericht im RBB

Ich bin eine grosse Bewunderin von Gabriella Pape und Isabelle Van Groeningen. Sie haben mich sehr inspiriert seit ich 2014 in der Königlichen Gartenakademie einen Kurs belegt habe. Nun gab es im RBB einen Bericht über die Entstehung der Königlichen Gartenakademie und ich war total beeindruckt, wie sich das Unternehmen seit meinem letzten Besuch in 2014 entwickelt hat. Wenn Ihr Lust habt, schaut mal rein, der Bericht ist in der Mediathek zu finden:

https://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-Gartenzeit/Die-K%C3%B6nigliche-Gartenakademie/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3913628&documentId=56648698

Mehr Infos findet Ihr hier:

https://www.koenigliche-gartenakademie.de/home.html

 

Gartenprojekt 2024 – Folge 2

Gartenprojekt 2024 – Folge 2

Umzug der Gehölze und Pflanzen

Im Frühjahr 2017 war es soweit, die Gehölze aus meinem Garten zogen um.

Mit Hilfe unseres Gärtners Alessandro Alfano zogen wir 25 (!) Gehölze um, darunter Felsenbirnen (Amelanchier Lamarckii), Zaubernuss (Hamamelis intermedia ‚Arnold Promise‘), Kornelkirsche (Cornus mal), Hortsensien usw. Auch eine Quitte (Cyndonia) zog mit um, in einem früheren Beitrag könnt Ihr sehen, wie schön sie angegangen ist. Und wirklich, bis auf eine kleine Rispenhortensie (Hydrangea paniculata ‚Little Limelight‘) ging alles wunderschön an. Die Arbeit hat sich gelohnt, Insekten und Vögel fanden die neuen Bewohner des Gartens toll.

Blühende Sträucher nach dem Umzug

Nun kam der Herbst 2017 und mit der Hilfe von Freunden ging es an den Umzug der Stauden und Rosen. Alleine 100 Elfenblumen (Epimedium sulphureum) mussten umgepflanzt werden. Insgesamt haben wir ca. 350 Stauden umgezogen. Auch hierbei gab es nur 4 Ausfälle, obwohl wir die Rosen und ca. 50 Stauden erstmal in ein Zwischenbeet eng zusammen setzten mussten. In 2018 haben trotz der Dürre alle geblüht und teilweise schöner als im alten Garten. Der Boden ist wohl sehr gut und hat den Pflanzen gute Nahrung geboten.

Das Zwischenlager für Stauden

Nach diesem Kraftakt war ich sehr froh, dass endlich der Winter kam und ich mit der Planung des restlichen Gartens auf der Couch sitzend beginnen konnte. Davon mehr in Folge 3.