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Autor: Sabine

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Am Donnerstag bin ich mit einem Busunternehmen nach Rain am Lech, dem Stammsitz von Dehner gefahren, also ziemlich CO2-schonend. Angekommen, erhielten wir eine 1-stündige Rundfahrt über das grosse Produktionsareal. Wir haben erfahren, dass in einer der Hallen 15 Mio (!) Meisenknödel pro Jahr produziert werden und dass Dehner dort die Eigenmarkte an Dünger und Tierfutter produziert. Für die Bauern der Umgebung gibt es extra Hallen für Dünger und Samen. Ganz in der Nähe haben sich die Zulieferer angesiedelt, u. a. ein holländisches Unternehmen. Dem Unternehmer gefiel die Gegend so sehr, dass er sein Haupt- und Wohnsitz nach Rain verlegt hat. Diese Unternehmen produzieren u. a. die Frühjahrsblüher und Orchideen für Dehner. Damit spart man sich einiges an LKW-Fuhren. Allerdings beliefert Dehner von Rain aus alle seine Filialen in Deutschland und Österreich mit 40 eigenen LKWs, 40 Fremde, die aber mit Dehner Logos fahren und ca. 80 Spedition-LKW zu den Hauptsaison Lieferzeiten, alles in allem eine riesige Logistik.

Der Blumenpark ist wie eine kleine Landesgartenschau, wunderschöne Schaubeete, sehr gepflegt. Auch einen wilden Bereich mit Lehrpfad findet man dort, schöne Wasserspiele und eine Sonnenuhr mit Glockenspiel. Ein grosser Kinderspielplatz, Flamingogehege und Restaurants runden den Park ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich gibt es auch einen grossen Einkaufsmarkt, der aber das gleiche Sortiment, wie in allen anderen Dehner-Filialen hat, nur einfach grösser und mehr. Man muss hervorheben, dass der Eintritt in den Blumenpark kostenlos ist, die Restaurants haben auch normale Preise, ein Edeka, Metzger und Bäckereien sind ebenfalls auf dem Gelände, sodass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist.

Rain selber ist auch ein sehr schönes Städtchen, dass ich aber nur beim Durchfahren sehen konnte. Alles in allem ein schöner Ausflug. Ob man allerdings extra dorthin fahren sollte, mag ich nicht zu empfehlen, aber wenn man schon mal in der Nähe sein sollte, dann ist es auf jeden Fall einen Besuch wert.

Weitere Infos findet ihr hier: https://www.dehner.de/blumenpark/

Vögel und Insekten

Vögel und Insekten

Der LBV hat die Ergebnisse der Vogelzählung veröffentlicht und leider sind sie auf dem niedrigen Vorjahresniveau geblieben. Auch bei mir im Garten sind die Hausspatzen die Gewinner, die leider momentan ihr Revier verteidigen und damit sind die Kohl- und Blaumeisen sehr zurückgedrängt worden. Schade, ich hätte noch einige Blattläuse zum vertilgen da. Wer sich aber von der Spatzengang nicht vom Futter verdrängen lässt, sind die beiden Stieglitze im Foto oben. Sie kommen jeden Tag und futtern was das rein geht. Freue mich sehr darüber. Hier findet Ihr die ganze Auswertung:

https://www.lbv.de/news/details/neue-rekordbeteiligung-an-der-stunde-der-gartenvögel/

Nun bitte der LBV darum, dass wir dieses Jahr die Insekten zählen. Weitere Infos findet Ihr hier:

https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/insektensommer/

Viel Spaß beim Zählen!

Gärtnerlatein – keine Fake News

Gärtnerlatein – keine Fake News

Das Buch Gärtnerlatein von Richard Bird ist nicht, wie man vermuten könnte, ein Sammlung von unglaublichen Geschichten aus dem Garten, sondern ein Buch über die Geheimnisse der lateinischen Pflanzennamen. Das Buch erklärt detailliert, wie die botanischen Namen aufgebaut sind und ermöglicht damit auch dem interessierten Laien, z. B. abzuleiten, in welcher Farbe die Pflanze blühen wird. Im Namen sind z. B. die Züchter oder Entdecker enthalten, die Form von Blatt oder Blüte oder aus welchem Lebensraum die Pflanze stammt. Mein Lieblingspflanze der Storchschnabel heisst lateinisch: Geranium sanguineum, was für „blutig“ steht. Der umgangssprachliche Name lautet „Blutroter Storchschnabel“. Meiner ist allerdings rosa und erinnert mich irgendwie nicht an Blut.       Das Buch ist auch wunderschön gestaltet mit Zeichnungen von Dawn Cooper. Erschienen ist es im DVA Verlag unter der ISBN 978-3-421-04033-6. Ein schönes Geschenk für den oder die Gartenfreund*in oder natürlich auch zum schenken lassen.

Kein Plastik mehr im Garten?

Kein Plastik mehr im Garten?

Die allgemeine Diskussion über die Verschmutzung der Meere und die Müllexporte nach Afrika und Asien, haben mich veranlasst über Plastik im Garten nachzudenken. Um Pflanzen hochzubinden, habe ich in der Vergangenheit immer die Plastikhalter, Draht mit Plastik umwickelt und die Art Kabelbinder benutzt. Meistens hielten sie nur eine Saison und brachen dann aufgrund der Witterung.

Dieses Jahr dachte ich mir, mache ich es anders. Die Hortensien werden mit Jutestreifen hochgebunden, die Rosen mit Gartenbindfaden, die zarten Clematisstengel mit dem guten alten Bast. Also auf ins Gartencenter und alles gekauft. Der einzige Schönheitsfehler an dem Vorhaben, ist die Umverpackung. Alles ist in Plastik verpackt, verschweißt und sogar doppelt verpackt! Nachdem ich alles zum Gebrauch hergerichtet hatte, durfte ich erstmal den Berg Plastik im Gelben Sack entsorgen.

Fazit:

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich wenigstens das Material als haltbarer erweist und im Anschluss besser für die Umwelt entsorgt werden kann.

Elfenblume – Epimedium

Elfenblume – Epimedium

Von dieser Staudenart habe ich das erste Mal auf einem Kurs von Gabriella Pape und Isabell van Groeningen gehört. Ich war auf der Suche nach robusten Bodendeckern, die auch auf der Nordseite gut gedeihen. Ich habe mir dann für meinen damaligen Vorgarten 100 Stück dieser Pflanzen gekauft und in relativ schlechten Boden eingesetzt. Schon im ersten Jahr war der Boden gut bedeckt, hatte aber noch Lücken. Man setzt 9 – 12 Pflanzen pro qm.

Die Pflanzen sind im Winter noch grün, aber zum Ende des Winters trocken die Blätter ein und sind dann braun. Ende Februar, möglichst noch bevor die ersten Frühblüher die Köpfchen raus strecken, mäht man die Blätter bodentief ab. Wenn man eine ebene Fläche hat, kann man das sogar mit dem Rasenmäher machen. Danach etwaige Unkräuter entfernen, Kompost drauf, gießen falls kein Regen fällt und warten. Je nach Witterung kommen Anfang März die ersten kleinen Blättchen, erst nur dünne Stiele, dann entfalten sich die Blättchen zum Herz. Das ist so bezaubern zu sehen, wie zart diese Blättchen sind.

Frische Blättchen

Kurz danach kommt die Blüte, bei meinen Sorte Epimedium x versicolor ‚Sulphureum’ in gelb, bei Rubrum in rot mit Weiß.

Sulphureum

 

Rubrum

 

Meine Pflanzen stehen im jetzigen Garten im zweiten Frühling, die Lücken vom letzten Jahr hatte ich im Herbst noch mit zusätzlichen Pflanzen aufgefüllt. Nun ist das Beet zu 90 % bereits bedeckt. Die Elfenblumen dehnen sich unterirdisch über kleine Rhizome aus. Wenn die Pflanzen länger stehen und nicht mehr in die Breite können, wachsen sie in die Höhe. In Weinheim im Hermannhof, habe ich sie schon 50 cm hochstehend gesehen. Das herzförmige Blatt bleibt erhalten, aber im Laufe des Frühlings wird es kräftig und hart. Man kann die Fläche problemlos betreten. Nach dem Winter schneidet man wieder und der Kreislauf beginnt von neuem. Jetzt stehen die Elfenblumen in meinem Garten nur noch halbschattig, aber auch hier gedeihen sie sehr gut. Neben den Storchschnäbeln, sind die Elfenblumen meine absoluten Heldinnen im Garten.

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Es hat sich doch noch ein Plätzchen im Garten gefunden und dort habe ich zwei neue Bewohner gepflanzt. Zwei Pfingstrosen, die eine ist eine ungefüllte Staudenpfingstrose mit Namen Paeonia lactiflora ‚Jan van Leeuwen“ in weiss. Sie ist mir von einer Gartenfreundin empfohlen worden, soll ganz blühfreudig sein. Die andere ist eine intersektionelle Pfingstrosen, d. h. eine Kreuzung aus Stauden- und Strauchpfingtstrose, eine Paeonia x itoh ‚Bartzella# in gelb! Auf der Seite der STaudengärtnerei Gaissmayer findet Ihr mehr Infos zu dieser interessanten Züchtung:

https://www.gaissmayer.de/sortiment/pfingstrosen-intersektionelle/

Nun hoffe ich, dass sich die zwei gut etablieren und kräftig blühen.

Jan van Leeuwen
Bartzella

 

 

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Schaut mal, was der Osterhase mir gebracht hat. 🙂

Habe mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir diese kleine Hochbeet von VegTrug gekauft. Mein Mann hat es aufgebaut und mit mir zusammen gefüllt. Jetzt müssen nur noch die Pflanzen kommen, dann kann ab Sommer direkt von der Terrasse genascht werden.

Viel Platz für Kräuter und andere Leckereien

Dieses Hochbeet bekommt man überall im Internet, z. B. bei Amazon oder Gärtner Pötschke. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung)

 

Ich wünsche allen Gärtnerinnen und Gärtner Frohe Ostern und nach den Feiertagen ein bisschen Regen für unsere Gärten. Eure Sabine

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Es ist Frühling und die Felsenbirne begeistert durch hunderte von kleinen weissen Sternchenblüten. Ausserdem ist der Grossstrauch, der bis 7 m hoch werden kann, nicht mächtig, da er seine Krone wie einen Schirm trägt. Das macht ihn auch attraktiv für kleine Gärten und kann an die Terrasse gepflanzt werden. Im Winter nimmt er kein Licht und im Sommer wirkt er wie einen Sonnenschirm. Unter der Felsenbirne kann mal eigentlich alles pflanzen, weil sie dem „Fussvolk“ das Licht nicht nimmt. Die Felsenbirne gibt es in einigen Variationen, bei mir im Garten stehen auch die Amelanchier ovalis, dies sind Büsche, die kompakter bis zu … m wachsen.

Natürlich ist die Felsenbirne nicht nur im Frühling ein Hingucker, sondern bietet uns ein schönes Blatt, bekommt kleine essbare Beeren und hat eine tolle Herbstfärbung. Bei den essbaren Beeren muss man aber schnell sein, die sind auch heiss begehrt bei den Vögeln. Ich nasche immer nur ein paar vom Strauch, den Grossteil lasse ich den Vögeln.

Der Wuchs als Schirm ist nach dem Schnitt gut erkennbar.
Von Null auf Garten

Von Null auf Garten

Ein Anfängerbuch von Lucy Bellamy.

Lucy beschreibt Schritt für Schritt, wie man einen wilden Garten mit Stauden anlegt. Sehr anschaulich gibt sie einen Überblick über problemlose Stauden. Auch zeigt sie wie man eine einfache Gartenplanung macht. Mir haben die empfohlenen Stauden sehr gut gefallen, weil sie auf die verschiedenen Blühformen eingeht und sie Wert darauflegt, dass das ganze Jahr etwas blüht. Ein gelungenes Buch um Gartenanfänger zu motivieren aus einem langweiligen Garten mit Wiese und Randbeeten ein Feuerwerk der Blüten zu machen. Sehr empfehlenswert.

Erschienen im Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8186-0342-7