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    Herbst ist Pflanzzeit

    Die Crowdfunding Aktion für unseren Perma Kalender hat uns im September ziemlich auf Trab gehalten, aber es hat sich gelohnt! Die Summe wurde sogar überschritten und wir können den Kalender jetzt drucken lassen und hoffen, dass er sich im Weihnachtsgeschäft gut verkaufen wird. Hier könnt Ihr ihn bestellen: 

    https://pfefferundfrost.de

    Aber nun zum Herbst und Pflanzzeit: nachdem die rechte Grundstücksseite endlich gepflastert war, habe ich die Gehölze für das neue Beet ausgewählt (mehr dazu im Gartenprojekt 2024 in Kürze), eines möchte ich Euch aber schon heute vorstellen. Die Winter-Heckenkirsche (Lonicera purpusii) gehört zu den Winterblüher und soll einen ganz tollen Duft haben. Davon hat Karl Ploberger in seiner Sendung “Natur im Garten” geschwärmt. Auch dient sie den ersten Hummeln schon als Futter. Ich bin gespannt, ob sie schon nächstes Frühjahr blühen wird.

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    Eisheilige 2021

    Ich finde, dass man 2021 die Eisheiligen gar nicht gemerkt hat. Es war bei uns im ganzen April und Anfang Mai zu kalt, dass die 15 Grad an den Eisheiligen sich schon ziemlich warm angefühlt haben. Ein Gewinner dieses Wetters ist mein uralter Rhododendron, den ich jedes Jahr ausgraben und weggeben will. Aber wie in jedem Jahr sind die Blüten so schön, dieses Jahr ganz besonders.

    Auch die Frühblüher wie Tulpen und Narzissen sind dieses Jahr ganz besonders ausdauernde Blüher. Die Stauden kommen sehr kräftig, weil der Regen ihnen dieses Jahr sehr gut tut. Die Trockenheit der letzten Jahre, ganz besonders im Frühjahr hat sie doch ziemlich unter Stress gesetzt. Dieses Jahr können sie sich etwas erholen. 

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    Unkraut akzeptieren oder bekämpfen?

    Der Frühling ist mehr oder weniger da und was kommt als erstes aus der Erde oder wie man so schön sagt, was läuft als erstes auf? Genau, das Unkraut. Nun gibt es meiner Meinung Wild- oder Unkräuter, die sind eine Bereicherung für den Garten und die Insekten, andere möchte man natürlich gerne in die Flucht schlagen. Dazu gehört natürlich der Giersch, der zwar ein gesundes Kraut ist und als Salat gegessen werden kann, der aber leider durch seine Ausläufer und seine Blühfreudigkeit sich immer weiter ausbreitet und dadurch keine Möglichkeit mehr für andere Pflanzen lässt.  Ein guter Gegenspieler ist der Storchschnabel, darüber habe ich schon berichtet. Gundermann gehört für mich zu den attraktiven Bodendeckern und kann gut in Schach gehalten werden. Wunderschön finde ich den Klatschmohn oder den Lerchensporn. Auch die Taubnessel blüht schon jetzt sehr schön und ist nicht aufdringlich. Diese Kräuter haben den Vorteil, dass sie schon früh im Jahr Nahrung für die Hummeln und Bienen liefern. Also habe ich mich entschieden, dass es Bereiche im Garten gibt, die als “wildes Eck” auswiesen werden und dort bleibt das Unkraut halt. Im hinteren Bereich meines Gartens soll eine Totholzhecke entstehen und dieses Beet überlasse ich jetzt den diversen Wildkräutern, die dortigen Pflanzen werde ich im Laufe des Frühjahres in den vorderen Teil des Garten setzen. So viel zum Thema: der Garten ist nie fertig. Letztes Jahr hatte ich ein Stück eines Beetes von allen Unkräutern befreit, alles neu eingepflanzt, dann habe ich den Fehler begangen und habe eine Nachtkerze eingesetzt. Ich habe mich sehr über ihre Blühfreude gefreut, allerdings hat sie alles überwuchert und alle Storchschnäbel getötet. Daher bietet es sich an, dieses Stück Beet wieder neu mit den Pflanzen aus dem hinteren Bereich zu bestücken. Dann würde ich mich natürlich freuen, wenn sich die Brennnessel noch dort ansiedelt, falls nicht, dann nehme ich Samen und setze sie dort ein. Aber im restlichen Garten passe ich dann doch auf, dass Giersch und Co noch nicht den Garten übernehmen. 😉

     

    Giersch
    Taubnessel
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    Vorfrühling oder Erstfrühling?

    Kommen wir mal wieder zu meinem Lieblingsthema, die Phänologie. Ich beobachte schon seit Jahren, ob und wie sich die Blühzeiten verändern. Die Kornelkirsche hier auf dem Foto zeigt das Ende des Vorfrühling an, dann würde der Erstfrühling beginnen und dort ist eine Zeigerpflanze die Forsythie. So, nun blüht meine Kornelkirsche schon seit Wochen, aber der Frühling steckt fest. Es geht nicht weiter, im Gegenteil, der Spätwinter ist da. Nachts Minusgrade und tagsüber auch max. einstellige Plusgrade. Die Forsythie in der Nachbarschaft blüht auch noch nicht. Interessant ist, dass sich die Jahreszeiten mit jedem Längen und Breitengrad verändern. Vom Südwesten Europas also Portugal bis nach Finnland schafft der Vollfrühling täglich etwas 30 bis 40 Kilometer, d. h. von Portugal bis Finnland vergehen ca. 2 Monate. Meine Freundin in Frankfurt hat schon Erstfrühling, dort blühen bereits die Forsythien. Schauen wir mal, wann es denn bei uns so richtig losgeht, der 21.März, unser kalendarischer Frühlingsanfang, hat leider den Startschuss verpasst.

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    Die Frühlingsrufer – Schneeglöckchen

    Nachdem wir vor zwei Wochen noch 2-stellige Minusgrade hatten, kam am Wochenende die Sonne und Temperaturen bis zu 15 Grad plus! Und die Frühblüher kamen aus der Erde. Eigentlich sollten man erwarten, dass die Schneeglöckchen nun alleine da waren, denn sie sind eine Zeigerpflanze für den Vorfrühling. Aber nein, auch die Krokusse und selbst die Osterglocken haben schon ihre Blätter und sogar die Blüten ans Licht geschoben. Unter den Temperaturen der letzten Woche und für Mitte Februar viel zu früh. Hoffen wir, dass sie überleben und schön blühen. Aber zurück zu den Schneeglöckchen, ich habe ein kleines Märchen gefunden, dass ich mir Euch teilen möchte:

    Demnach vergaß Gott, als er den Schnee schuf, ihm Farbe zu verleihen. Daraufhin ging der Schnee von Blume zu Blume und bat sie, ihm etwas von ihrer prachtvollen Farbe abzugeben. Die eitlen Blumen dachten nicht daran – nur das Schneeglöckchen willigte ein und als Dank blüht es seither als Einzige im Winter.

    Genießt den Vorfrühling und die wundervollen Frühblüher.

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    Sonnenhut Verwirrung

    In meinem Garten finden sich viele Sonnenhüte, die aber von der Namensgebung sehr verwirrend sind. Auf dem Foto oben seht Ihr wahrscheinlich auch eine weisse Blüte, diese Pflanze heisst aber Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea). Auch wird er auf Deutsch Scheinssonnenhut genannt. Die Engländer nennen ihn auch “Coneflower” Igelkopf, diesen Namen liest man bei uns auch. Diesen Sonnenhut gibt es neben den Züchtungsfarben weiss und gelb, in seiner ursprünglichen Farbe dunkelrosa. 

    Nun kommen wir zu dem anderen Sonnenhut, nämlich dem Rudbeckia fulgida, er steht biologisch eher den Sonnenblumen nahe. Der Scheinsonnenhut hat die Nähe zur Zinnie. Wie können wir jetzt rausfinden, welcher dieser schönen Hüte in unserem Garten blüht. Man macht den “Streicheltest”: der Kopf des Scheinsonnenhutes ist echt stachelig und der Rudbeckia ist weich.

    Rudbeckia

    Beide Sonnenhüte sind echte Sonnenliebhaber und Insektenmagnete. Der hohe Rudbeckia braucht eine Stütze (er ist einer meiner Kandidaten, der nächstes Jahr den Chelsea Cut bekommt) und der Scheinsonnenhut ist bei mir im Präriebeet recht standfest. Der Scheinsonnenhut ist früher mit der Blüte als der Rudbeckia, zumindest in diesem Jahr. Ach so, bitte die zwei nicht mit den Sonnenbräuten (Helenium) verwechseln, das sind andere Damen, Bericht folgt.

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    Hochbeet 2.0

    Heute war das Hochbeet dran. Die Pflanzen und Kräuter hatten das Hochbeet ganz durchwurzelt und die Erde konnte kein Wasser mehr aufnehmen. Deshalb sah alles nicht nur schrecklich aus, sondern die Pflanzen konnten sich auch nicht mehr entwickeln. Leider konnte ich nicht mehr bis zum Herbst warten, also habe ich alle Pflanzen herausgeholt und in Wasser gestellt. Zusätzlich mussten die Erdbeeren noch einen neuen Platz bekommen, da sich die Vögel gerne daran bedient hatte. Sie standen direkt neben der Futterstation.  Also erstmal die alte Erde raus, neue rein, Kompost dazu und die Pflanzen wieder in die Erde. Sieht doch gleich besser aus. Und jetzt hoffe ich auf eine zweite Erdbeerblüte und dass ich vielleicht auch mal eine abbekommen. 🙂

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    Das Phänomen Eisheilige

    Mehr oder wenig pünktlich kommen die Eisheiligen Mitte Mai und bringen uns Gärtner zum zittern, vor Kälte und vor Sorge. Wird es Bodenfrost geben? Was ist mit den Obstblüten, nehmen sie Schaden? Jeder in unseren Breiten kennt die alte Weisheit, die Balkonblumen erst nach den Eisheiligen zu pflanzen. Wenn man, wie ich letztes Jahr, zu ungeduldig ist, verliert man schon mal die neue Bepflanzung auf dem Hochbeet. Aber warum sind denn trotz Klimawandel die Eisheiligen immer noch eine Konstante? Die Meteorologen können das zwar besser erklären, wie ich, aber ich versuche es mal. Durch den Temperaturunterschied des europäischen Festlands, das sich im Mai schon recht hoch ist, und des kälteren Meeres, entstehen Tiefdruckgebiete. Diese verschieben die warme Luft nach Norden, dadurch kann die eiskalte Luft aus den Polargebieten zu uns geschoben werden. Diese kalte Luft bringt uns dann den gefürchteten Nachtfrost.

    Mehr dazu findet Ihr bei den Wetterfröschen:

    https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100652&lv3=100706

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    Neuer Bewohner im Vorgarten

    Was lange wärt, wärt endlich gut!

    Endlich konnte ich im April mit der Bepflanzung des Vorgartens beginnen. Einen Tag vor dem Corona-Shot-Down war ich noch in der Baumschule Fees in Baiersdorf und habe meine Gehölze ausgesucht. Ich habe dabei besonderen Wert darauf gelegt, dass die Sträucher Blüten bieten für die Insekten und im Verlauf des Jahres auch Beeren für die Vögel bieten. Und sie haben auch eine schöne Herbstfärbung und können geschnitten werden, was bei einer Einfahrt auch wichtig ist. Leider durfte ich dann nicht mehr die Gehölze mit unserem Hänger abholen, sondern bat meinen Landschaftsgärtner, Alessandro Alfano, sie mir mitzubringen. Dies klappen dann auch, sodass ich ans einpflanzen gehen konnte. Hier haben mich unsere Nachbarn unterstützt, natürlich immer mit dem richtigen Abstand. Nun begrüße ich in meinem Garten:

    Euonymus alatus ‘Compactus’ – Korkspindelstrauch
    Virburnum bodnantense ‘Dawn’ – Duftschneeball
    Amelanchier laevis – Felsenbirne
    Sambucus nigra ‘Black Lace’ – Holunder
    Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’
    Elaeagnus angustifolia – Ölweide
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    So-da-Pflanzen

    Was bitte sind denn das für Pflanzen, werdet Ihr Euch fragen. Das sind Pflanzen, die man z. B. geschenkt bekommen hat, die aber im Garten so gar nicht ins Bild passen, man sie aber nicht wegwerfen möchte. Oder es sind Pflanzen, die irgendwie unspektakulär sind, aber auch die sind zu schade zum wegwerfen. Dazu gehören für mich die Bergenien. Nun werdet Ihr fragen, warum schreibst du darüber? Weil ich einen Bericht im Gartenmagazin der Royal Horticultural Society (RHS) darüber gelesen habe. Die Gartenspezialisten in England haben ein grosses Loblied auf diese Pflanze gesungen, die man doch nicht einfach nur im Schatten unter Bäumen pflanzen sollte. In England werden übrigens die Blätter der Pflanze “Elefantenohren” genannt, nicht sehr schmeichelhaft. Trotzdem bin ich in den Garten und habe mal geschaut, wie es denn meinen Bergenien geht, die zu Fuße der Wildrose wachsen. Was soll ich sagen? Sie sehen ziemlich erbärmlich aus, denn ihre frischen Triebe sind beim letzten Frost leider beschädigt worden. Dann habe ich in meinem Fotovorrat nach einem Foto aus besseren Tagen gesucht – ohne Erfolg. Ich habe sie anscheinend nie fotografiert. Nun hat mich dieser Bericht aber doch neugierig gemacht und ich gelobe Besserung. Ich werde die Bergenien demnächst mal düngen und wenn sie blühen auch fotografieren – versprochen! 🙂