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Kategorie: Pflanzen

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Nachdem wir am Wochenende noch 20 Grad und Sonnenschein hatten, sagt man ja für nächste Woche einstellige Temperaturen und sogar schon ein bisschen Frost bevor. Der Oktober war mit Sicherheit wieder zu warm, aber für mich ideal. Ich bin die ganze Woche wie ein Eichhörnchen damit beschäftigt gewesen, Blumenzwiebeln zu verbuddeln und zwar im Präriebeet. Ich kann Euch sagen, das ist eine Mistarbeit, um noch vornehm zu bleiben. Erst den Split wegscharren, dann Löcher stechen, dabei mit der anderen Hand den Split davon abhalten in die Löcher zu kullern. Das ganze dann in gehockter Stellung irgendwo im Dickicht der Gräser, sehr unbequem. Dabei schütten alle Stauden die Samen über einem aus und man sieht aus wie ein Dreckspatz. Also meine Empfehlung für alle, die auch ein Präriebeet anlegen wollen, die Zwiebeln vor der Lage Split einbuddeln. Ich habe beschlossen, dass dort keine Tausend Zwiebeln, wie geplant, hineinkommen, ich lebe mit den paar Wildtulpen, Elfenkrokussen und Schneeglöckchen, die ich im Schweiße meines Angesichtes schon drin habe.

Bei Gartenprojekt gibt es auch einen neuen Eintrag, schaut mal rein unter der Lasche Gartenprojekt 2024.

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Diese Staude hatte ich auch schon vor dem Präriebeet in meinem Garten und ich muss sagen, sie ist sehr ausdauernd. Im Juli öffnen viele Sorten bereits die Blüten und blühen mindestens bis September. Was ich an allen Sorten so schön finde, sind die warmen Farbtöne. Man findet sie in allen gelb-Schattierungen über orange bis zu rot, einfach ein fröhliches Bild! Und natürlich sind die Sonnenbräute eine gute Bienenweide. Ich bin sehr gespannt, wie sie im Herbst/Winter aussehen werden, denn ich werde das Präriebeet ja nicht abschneiden.

Rubinzwerg

 

Sommerflieder – Buddleja

Sommerflieder – Buddleja

Der Sommerflieder ist ein sehr pflegeleichter Strauch, der je nach Art auch gerne über 2 m in die Höhe und Breite schießen kann. Er samt sich aus und ist dann auch ein wenig wie Unkraut. Das kann man verhindern, wenn man die verblühten Blütenstände rausschneidet. Im Frühjahr kann man ihn gut zurückschneiden, aber man sollte aufpassen, dass er dann keine starken Fröste mehr bekommt. Er treibt immer zuverlässig aus und bei mir bekommt er als Dünger nur Kompost.

Buddleja x weyeriana ‚Flower Shower‘

Der Sommerflieder ist ja als Schmetterlingsstrauch berühmt, früher saß der Strauch voll mit vielen bunten Schmetterlinge, doch in meinem Garten ist es dieses Jahr echt dramatisch. Ich habe bisher nur ab und zu mal einen Schmetterling gesehen. Hoffentlich können wir diese schreckliche Entwicklung noch zurückdrehen.

So sollte es aussehen, habe ich in Bad Brückenau aufgenommen.

Wer also etwas Pflegeleichtes und dabei aber mit spektakulären Blüten für seinen Garten sucht – hier ist Euer Strauch. Ihr werdet ihn lieben.

Präriebeet versus Blumenwiese

Präriebeet versus Blumenwiese

Im Rahmen meines Gartenprojektes 2024 suche ich noch die Gestaltung des Eingangsbereiches. Dort muss das Beet leider etwas schmaler werden, damit wir die Einfahrt besser nutzen können, gleichzeitig soll es aber ein schöner Anblick sein, da ich jeden Morgen dort hinschauen, wenn ich aus dem Haus gehe.

Da ich dieses Frühjahr erstmal meine Ressourcen auf das Präriebeet verwendet habe, blieb für das Beet an der Einfahrt nur eine Blumenwiese übrig. Nun im Juli angekommen, ist die Blumenwiese optisch nicht wirklich ein Hingucker. Ich würde dies nur empfehlen für eine Gartenecke, die man nicht wirklich sehen muss.

Blumenwiese im Juli

Ja, es gibt auch ein paar einzelne schöne Blüten, aber…

 

 

 

 

das Präriebeet ist eindeutig schöner und bietet auch viel mehr Blüten.

Präriebeet im Juli

 

Die Anzahl der Insekten ist ebenfalls beim Präriebeet viel höher. Und ein ganz entscheidender Vorteil, das Präriebeet braucht nur ganz selten mal Wasser. Die Blumenwiese hingegen kann nicht ohne regelmäßiges Gießen auskommen, da die kleinen Sämereien sonst natürlich nicht gedeihen können. Deshalb würde ich weiterhin zu Trockenheits-tolerierende Stauden greifen.

Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung für mein Beet am Eingang…

Die Rose – eine Diva

Die Rose – eine Diva

Ich möchte jetzt nicht das gefühlt tausendste Loblied auf die Pflanze singen, die wohl am häufigsten in unseren Gärten anzutreffen ist. Natürlich bin auch ich ein Fan der wunderschönen Blüten und deren Duft. Aber sonst? Ohne Blüten ist sie doch recht unattraktiv, sie braucht viel Pflege, viel Wasser, aber bitte keine Staunässe, sonst gibt es unschöne Flecken (Rosenrost). Sie braucht Sonne, aber auch nicht wieder so viel. Sie toleriert nicht jeden Nachbarn und schon gar keine Enge. Sie mag auch keine Artgenossen, wenn auf dem Beet schon mal eine Rose stand, muss 5 – 7 Jahre gewartet werden, bis man wieder dort an dem Platz eine Rose pflanzen darf. Also, eine richtige Diva.

Dieses Jahr habe ich das Phänomen, dass die Blüten aufgehen und am nächsten Tag schon wieder verblüht sind. Wahrscheinlich liegt es an der Hitze und dass die Rosen an Ihrem neuen Standort noch nicht richtig verwurzelt hin, hoffe ich zumindest.

Die Rosen, die sich in meinem Garten etablieren, dürfen bleiben, doch werde ich meine Begeisterung für die Rose lieber in Gärten und Parks ausleben, wo sie von jemand anderen gehätschelt werden. Ich brauche robuste Gesellen in meinem Garten.

Aber schön sind sie schon…
Der Storchschnabel (Geranium)

Der Storchschnabel (Geranium)

Wie auch die Elfenblumen (Epimedium), gehört der Storchschnabel zu meinen Lieblingspflanzen im Garten. Er blüht von Mai bis ca. Oktober, manche Sorten und bei schönem Herbstwetter sogar bis November. Es gibt ihn in einer großen Bandbreite von Blütenfarben und Blätterformen und wo er sich gut ansiedelt, wächst auch kein Unkraut mehr. Ich habe aus dem Nachbarsgarten mit einwandernden Giersch zu tun, selbst den hält er unter Kontrolle! Natürlich ist er auch ein Insektenfreund, da er eine ungefüllte Blüte und die lange Blühdauer hat. Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden, manche Sorten blühen dann noch mal, aber etwas weniger. Über den Winter lässt man das Blattwerk eintrocknen, es bietet den Insekten einen guten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr (vor dem Austrieb der Frühblüher) schneidet man die trockenen Blätter ab oder kann sie so absammeln. Dann bekommt er eine Ladung Kompost und das ist auch schon die ganze Pflege, die der Storchschnabel braucht. Wenn man Ecken hat, die nicht so sichtbar sind, dann kann man die alten Blätter auch lassen, die Vögel nutzen sie zum Nestbau. Hier einige Beispiele für die hübschen Blüten.

Elfenblume – Epimedium

Elfenblume – Epimedium

Von dieser Staudenart habe ich das erste Mal auf einem Kurs von Gabriella Pape und Isabell van Groeningen gehört. Ich war auf der Suche nach robusten Bodendeckern, die auch auf der Nordseite gut gedeihen. Ich habe mir dann für meinen damaligen Vorgarten 100 Stück dieser Pflanzen gekauft und in relativ schlechten Boden eingesetzt. Schon im ersten Jahr war der Boden gut bedeckt, hatte aber noch Lücken. Man setzt 9 – 12 Pflanzen pro qm.

Die Pflanzen sind im Winter noch grün, aber zum Ende des Winters trocken die Blätter ein und sind dann braun. Ende Februar, möglichst noch bevor die ersten Frühblüher die Köpfchen raus strecken, mäht man die Blätter bodentief ab. Wenn man eine ebene Fläche hat, kann man das sogar mit dem Rasenmäher machen. Danach etwaige Unkräuter entfernen, Kompost drauf, gießen falls kein Regen fällt und warten. Je nach Witterung kommen Anfang März die ersten kleinen Blättchen, erst nur dünne Stiele, dann entfalten sich die Blättchen zum Herz. Das ist so bezaubern zu sehen, wie zart diese Blättchen sind.

Frische Blättchen

Kurz danach kommt die Blüte, bei meinen Sorte Epimedium x versicolor ‚Sulphureum’ in gelb, bei Rubrum in rot mit Weiß.

Sulphureum

 

Rubrum

 

Meine Pflanzen stehen im jetzigen Garten im zweiten Frühling, die Lücken vom letzten Jahr hatte ich im Herbst noch mit zusätzlichen Pflanzen aufgefüllt. Nun ist das Beet zu 90 % bereits bedeckt. Die Elfenblumen dehnen sich unterirdisch über kleine Rhizome aus. Wenn die Pflanzen länger stehen und nicht mehr in die Breite können, wachsen sie in die Höhe. In Weinheim im Hermannhof, habe ich sie schon 50 cm hochstehend gesehen. Das herzförmige Blatt bleibt erhalten, aber im Laufe des Frühlings wird es kräftig und hart. Man kann die Fläche problemlos betreten. Nach dem Winter schneidet man wieder und der Kreislauf beginnt von neuem. Jetzt stehen die Elfenblumen in meinem Garten nur noch halbschattig, aber auch hier gedeihen sie sehr gut. Neben den Storchschnäbeln, sind die Elfenblumen meine absoluten Heldinnen im Garten.

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Es hat sich doch noch ein Plätzchen im Garten gefunden und dort habe ich zwei neue Bewohner gepflanzt. Zwei Pfingstrosen, die eine ist eine ungefüllte Staudenpfingstrose mit Namen Paeonia lactiflora ‚Jan van Leeuwen“ in weiss. Sie ist mir von einer Gartenfreundin empfohlen worden, soll ganz blühfreudig sein. Die andere ist eine intersektionelle Pfingstrosen, d. h. eine Kreuzung aus Stauden- und Strauchpfingtstrose, eine Paeonia x itoh ‚Bartzella# in gelb! Auf der Seite der STaudengärtnerei Gaissmayer findet Ihr mehr Infos zu dieser interessanten Züchtung:

https://www.gaissmayer.de/sortiment/pfingstrosen-intersektionelle/

Nun hoffe ich, dass sich die zwei gut etablieren und kräftig blühen.

Jan van Leeuwen
Bartzella

 

 

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Es ist Frühling und die Felsenbirne begeistert durch hunderte von kleinen weissen Sternchenblüten. Ausserdem ist der Grossstrauch, der bis 7 m hoch werden kann, nicht mächtig, da er seine Krone wie einen Schirm trägt. Das macht ihn auch attraktiv für kleine Gärten und kann an die Terrasse gepflanzt werden. Im Winter nimmt er kein Licht und im Sommer wirkt er wie einen Sonnenschirm. Unter der Felsenbirne kann mal eigentlich alles pflanzen, weil sie dem „Fussvolk“ das Licht nicht nimmt. Die Felsenbirne gibt es in einigen Variationen, bei mir im Garten stehen auch die Amelanchier ovalis, dies sind Büsche, die kompakter bis zu … m wachsen.

Natürlich ist die Felsenbirne nicht nur im Frühling ein Hingucker, sondern bietet uns ein schönes Blatt, bekommt kleine essbare Beeren und hat eine tolle Herbstfärbung. Bei den essbaren Beeren muss man aber schnell sein, die sind auch heiss begehrt bei den Vögeln. Ich nasche immer nur ein paar vom Strauch, den Grossteil lasse ich den Vögeln.

Der Wuchs als Schirm ist nach dem Schnitt gut erkennbar.