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Kategorie: Pflanzen

Das Phänomen Eisheilige

Das Phänomen Eisheilige

Mehr oder wenig pünktlich kommen die Eisheiligen Mitte Mai und bringen uns Gärtner zum zittern, vor Kälte und vor Sorge. Wird es Bodenfrost geben? Was ist mit den Obstblüten, nehmen sie Schaden? Jeder in unseren Breiten kennt die alte Weisheit, die Balkonblumen erst nach den Eisheiligen zu pflanzen. Wenn man, wie ich letztes Jahr, zu ungeduldig ist, verliert man schon mal die neue Bepflanzung auf dem Hochbeet. Aber warum sind denn trotz Klimawandel die Eisheiligen immer noch eine Konstante? Die Meteorologen können das zwar besser erklären, wie ich, aber ich versuche es mal. Durch den Temperaturunterschied des europäischen Festlands, das sich im Mai schon recht hoch ist, und des kälteren Meeres, entstehen Tiefdruckgebiete. Diese verschieben die warme Luft nach Norden, dadurch kann die eiskalte Luft aus den Polargebieten zu uns geschoben werden. Diese kalte Luft bringt uns dann den gefürchteten Nachtfrost.

Mehr dazu findet Ihr bei den Wetterfröschen:

https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100652&lv3=100706

Neuer Bewohner im Vorgarten

Neuer Bewohner im Vorgarten

Was lange wärt, wärt endlich gut!

Endlich konnte ich im April mit der Bepflanzung des Vorgartens beginnen. Einen Tag vor dem Corona-Shot-Down war ich noch in der Baumschule Fees in Baiersdorf und habe meine Gehölze ausgesucht. Ich habe dabei besonderen Wert darauf gelegt, dass die Sträucher Blüten bieten für die Insekten und im Verlauf des Jahres auch Beeren für die Vögel bieten. Und sie haben auch eine schöne Herbstfärbung und können geschnitten werden, was bei einer Einfahrt auch wichtig ist. Leider durfte ich dann nicht mehr die Gehölze mit unserem Hänger abholen, sondern bat meinen Landschaftsgärtner, Alessandro Alfano, sie mir mitzubringen. Dies klappen dann auch, sodass ich ans einpflanzen gehen konnte. Hier haben mich unsere Nachbarn unterstützt, natürlich immer mit dem richtigen Abstand. Nun begrüße ich in meinem Garten:

Euonymus alatus ‚Compactus‘ – Korkspindelstrauch
Virburnum bodnantense ‚Dawn‘ – Duftschneeball
Amelanchier laevis – Felsenbirne
Sambucus nigra ‚Black Lace‘ – Holunder
Ligustrum vulgare ‚Atrovirens‘
Elaeagnus angustifolia – Ölweide
So-da-Pflanzen

So-da-Pflanzen

Was bitte sind denn das für Pflanzen, werdet Ihr Euch fragen. Das sind Pflanzen, die man z. B. geschenkt bekommen hat, die aber im Garten so gar nicht ins Bild passen, man sie aber nicht wegwerfen möchte. Oder es sind Pflanzen, die irgendwie unspektakulär sind, aber auch die sind zu schade zum wegwerfen. Dazu gehören für mich die Bergenien. Nun werdet Ihr fragen, warum schreibst du darüber? Weil ich einen Bericht im Gartenmagazin der Royal Horticultural Society (RHS) darüber gelesen habe. Die Gartenspezialisten in England haben ein grosses Loblied auf diese Pflanze gesungen, die man doch nicht einfach nur im Schatten unter Bäumen pflanzen sollte. In England werden übrigens die Blätter der Pflanze „Elefantenohren“ genannt, nicht sehr schmeichelhaft. Trotzdem bin ich in den Garten und habe mal geschaut, wie es denn meinen Bergenien geht, die zu Fuße der Wildrose wachsen. Was soll ich sagen? Sie sehen ziemlich erbärmlich aus, denn ihre frischen Triebe sind beim letzten Frost leider beschädigt worden. Dann habe ich in meinem Fotovorrat nach einem Foto aus besseren Tagen gesucht – ohne Erfolg. Ich habe sie anscheinend nie fotografiert. Nun hat mich dieser Bericht aber doch neugierig gemacht und ich gelobe Besserung. Ich werde die Bergenien demnächst mal düngen und wenn sie blühen auch fotografieren – versprochen! 🙂

Der Winter, der noch keiner war

Der Winter, der noch keiner war

Momentan zeigt sich der Winter nicht von seiner schönen Seite. Es gibt viel Regen, dann wieder trockenen Frost. Dieser Frost ist für die Pflanzen sehr schlecht. Sie sind ohne schützende Schneedecke in Gefahr, dass z. B. bei dem Bäumen die Rinde reisst. Bei den Rosen kann man gut abhelfen, wenn man sie mit Tannenzweigen abdeckt, ganz besonders die Veredelungsstelle schützt, z. B. durch anhäufeln. Stauden sind am besten geschützt, wenn man im Herbst eben nicht die Beete abräumt, sondern die Blätter liegen lässt. Ansonsten stelle ich fest, dass das Unkraut im Garten wächst und die Winterblüher keinen Mucks machen. Der Winterschneeball und die Zaubernuss sind soweit um zu blühen, aber irgendein Startschuss fehlt ihnen noch. Entweder ein Sonnentag oder noch mal einen Frostreiz. Meine vielen Frühblüher Zwiebel regen sich auch noch nicht. Ihr merkt, so langsam wird mir langweilig, ich will endlich wieder raus und was tun.

Aber gegen die Langeweile gibt es momentan ein Mittel. Zusammen mit zwei jungen begabten Frauen, arbeiten wir an einem Buchprojekt. Katharina Pflug macht wunderschöne Fotos dafür und Jasmin Köchl, die auch mein Logo gestaltet hat, macht das Layout.

Hier Ihre Webseiten:

http://www.katharinapflug.de/aktuellearbeiten/

https://jasminkoechl.com

Beide sind übrigens schon Buchautorinnen, schaut doch mal vorbei. Auf den Instagram Kanälen der Beiden ist auch schon ein Foto zu sehen, dass in unser Buch kommen.

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Nachdem wir am Wochenende noch 20 Grad und Sonnenschein hatten, sagt man ja für nächste Woche einstellige Temperaturen und sogar schon ein bisschen Frost bevor. Der Oktober war mit Sicherheit wieder zu warm, aber für mich ideal. Ich bin die ganze Woche wie ein Eichhörnchen damit beschäftigt gewesen, Blumenzwiebeln zu verbuddeln und zwar im Präriebeet. Ich kann Euch sagen, das ist eine Mistarbeit, um noch vornehm zu bleiben. Erst den Split wegscharren, dann Löcher stechen, dabei mit der anderen Hand den Split davon abhalten in die Löcher zu kullern. Das ganze dann in gehockter Stellung irgendwo im Dickicht der Gräser, sehr unbequem. Dabei schütten alle Stauden die Samen über einem aus und man sieht aus wie ein Dreckspatz. Also meine Empfehlung für alle, die auch ein Präriebeet anlegen wollen, die Zwiebeln vor der Lage Split einbuddeln. Ich habe beschlossen, dass dort keine Tausend Zwiebeln, wie geplant, hineinkommen, ich lebe mit den paar Wildtulpen, Elfenkrokussen und Schneeglöckchen, die ich im Schweiße meines Angesichtes schon drin habe.

Bei Gartenprojekt gibt es auch einen neuen Eintrag, schaut mal rein unter der Lasche Gartenprojekt 2024.

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Diese Staude hatte ich auch schon vor dem Präriebeet in meinem Garten und ich muss sagen, sie ist sehr ausdauernd. Im Juli öffnen viele Sorten bereits die Blüten und blühen mindestens bis September. Was ich an allen Sorten so schön finde, sind die warmen Farbtöne. Man findet sie in allen gelb-Schattierungen über orange bis zu rot, einfach ein fröhliches Bild! Und natürlich sind die Sonnenbräute eine gute Bienenweide. Ich bin sehr gespannt, wie sie im Herbst/Winter aussehen werden, denn ich werde das Präriebeet ja nicht abschneiden.

Rubinzwerg

 

Sommerflieder – Buddleja

Sommerflieder – Buddleja

Der Sommerflieder ist ein sehr pflegeleichter Strauch, der je nach Art auch gerne über 2 m in die Höhe und Breite schießen kann. Er samt sich aus und ist dann auch ein wenig wie Unkraut. Das kann man verhindern, wenn man die verblühten Blütenstände rausschneidet. Im Frühjahr kann man ihn gut zurückschneiden, aber man sollte aufpassen, dass er dann keine starken Fröste mehr bekommt. Er treibt immer zuverlässig aus und bei mir bekommt er als Dünger nur Kompost.

Buddleja x weyeriana ‚Flower Shower‘

Der Sommerflieder ist ja als Schmetterlingsstrauch berühmt, früher saß der Strauch voll mit vielen bunten Schmetterlinge, doch in meinem Garten ist es dieses Jahr echt dramatisch. Ich habe bisher nur ab und zu mal einen Schmetterling gesehen. Hoffentlich können wir diese schreckliche Entwicklung noch zurückdrehen.

So sollte es aussehen, habe ich in Bad Brückenau aufgenommen.

Wer also etwas Pflegeleichtes und dabei aber mit spektakulären Blüten für seinen Garten sucht – hier ist Euer Strauch. Ihr werdet ihn lieben.

Präriebeet versus Blumenwiese

Präriebeet versus Blumenwiese

Im Rahmen meines Gartenprojektes 2024 suche ich noch die Gestaltung des Eingangsbereiches. Dort muss das Beet leider etwas schmaler werden, damit wir die Einfahrt besser nutzen können, gleichzeitig soll es aber ein schöner Anblick sein, da ich jeden Morgen dort hinschauen, wenn ich aus dem Haus gehe.

Da ich dieses Frühjahr erstmal meine Ressourcen auf das Präriebeet verwendet habe, blieb für das Beet an der Einfahrt nur eine Blumenwiese übrig. Nun im Juli angekommen, ist die Blumenwiese optisch nicht wirklich ein Hingucker. Ich würde dies nur empfehlen für eine Gartenecke, die man nicht wirklich sehen muss.

Blumenwiese im Juli

Ja, es gibt auch ein paar einzelne schöne Blüten, aber…

 

 

 

 

das Präriebeet ist eindeutig schöner und bietet auch viel mehr Blüten.

Präriebeet im Juli

 

Die Anzahl der Insekten ist ebenfalls beim Präriebeet viel höher. Und ein ganz entscheidender Vorteil, das Präriebeet braucht nur ganz selten mal Wasser. Die Blumenwiese hingegen kann nicht ohne regelmäßiges Gießen auskommen, da die kleinen Sämereien sonst natürlich nicht gedeihen können. Deshalb würde ich weiterhin zu Trockenheits-tolerierende Stauden greifen.

Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung für mein Beet am Eingang…

Die Rose – eine Diva

Die Rose – eine Diva

Ich möchte jetzt nicht das gefühlt tausendste Loblied auf die Pflanze singen, die wohl am häufigsten in unseren Gärten anzutreffen ist. Natürlich bin auch ich ein Fan der wunderschönen Blüten und deren Duft. Aber sonst? Ohne Blüten ist sie doch recht unattraktiv, sie braucht viel Pflege, viel Wasser, aber bitte keine Staunässe, sonst gibt es unschöne Flecken (Rosenrost). Sie braucht Sonne, aber auch nicht wieder so viel. Sie toleriert nicht jeden Nachbarn und schon gar keine Enge. Sie mag auch keine Artgenossen, wenn auf dem Beet schon mal eine Rose stand, muss 5 – 7 Jahre gewartet werden, bis man wieder dort an dem Platz eine Rose pflanzen darf. Also, eine richtige Diva.

Dieses Jahr habe ich das Phänomen, dass die Blüten aufgehen und am nächsten Tag schon wieder verblüht sind. Wahrscheinlich liegt es an der Hitze und dass die Rosen an Ihrem neuen Standort noch nicht richtig verwurzelt hin, hoffe ich zumindest.

Die Rosen, die sich in meinem Garten etablieren, dürfen bleiben, doch werde ich meine Begeisterung für die Rose lieber in Gärten und Parks ausleben, wo sie von jemand anderen gehätschelt werden. Ich brauche robuste Gesellen in meinem Garten.

Aber schön sind sie schon…
Der Storchschnabel (Geranium)

Der Storchschnabel (Geranium)

Wie auch die Elfenblumen (Epimedium), gehört der Storchschnabel zu meinen Lieblingspflanzen im Garten. Er blüht von Mai bis ca. Oktober, manche Sorten und bei schönem Herbstwetter sogar bis November. Es gibt ihn in einer großen Bandbreite von Blütenfarben und Blätterformen und wo er sich gut ansiedelt, wächst auch kein Unkraut mehr. Ich habe aus dem Nachbarsgarten mit einwandernden Giersch zu tun, selbst den hält er unter Kontrolle! Natürlich ist er auch ein Insektenfreund, da er eine ungefüllte Blüte und die lange Blühdauer hat. Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden, manche Sorten blühen dann noch mal, aber etwas weniger. Über den Winter lässt man das Blattwerk eintrocknen, es bietet den Insekten einen guten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr (vor dem Austrieb der Frühblüher) schneidet man die trockenen Blätter ab oder kann sie so absammeln. Dann bekommt er eine Ladung Kompost und das ist auch schon die ganze Pflege, die der Storchschnabel braucht. Wenn man Ecken hat, die nicht so sichtbar sind, dann kann man die alten Blätter auch lassen, die Vögel nutzen sie zum Nestbau. Hier einige Beispiele für die hübschen Blüten.