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Floriade 2022 in Almere, Niederlande

Diese Jahr ging es zum letzten Mal in den Urlaub zu einer Gartenschau in die Niederlande. Die Floriade findet nur alle 10 Jahre statt und ist diesmal in Almere, in der Nähe von Amsterdam. Die Anlage ist 60 Hektar gross und deshalb haben wir uns Tickets für 2 Tage gekauft. Leider war die Ausstellung von unserem Campingplatz nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen, deshalb mussten wir mit dem Wohnmobil zum Floriade Parkplatz fahren. Neben den hohen Eintritten, kostet parken pro Tag noch mal 14,50 EUR, aber nur, wenn man das Ticket im Internet (und auf der richtigen Seite bucht), sonst kostet es 19,50 EUR! Dort angekommen, geht es in den Busshuttle, Wartezeiten hat man nicht, der fährt dann 10 Minuten durch Almere und man wird am Südlichen Eingang abgesetzt. Ganz wichtig! Nur dort fährt er wieder ab, also man kann nicht den westlichen Ausgang nutzen, auch wenn man seinen Rundgang dort beenden würde. Dann geht es mit der Seilbahn in den Norden der Anlage. Eine Fahrt ist im Eintritt enthalten, der übrigens 29,– EUR pro Tag kostet. Es gibt keine Ermäßigungen, z. B. für Behinderte! Vor Ort kann man ein Zwei-Tagesticket für EUR 50,– kaufen, das wir aber nicht im Internet angeboten, sehr ärgerlich. Mit der Gondel landet man auf Utopia Island und beginnt den Rundgang. Allerdings kann man nicht von Rundgang reden, die Eingänge zu den einzelnen Gärten, wie den Ländergärten liegen so verschachtelt, dass man ständig kreuz und quer laufen muss, oder wir haben das System nicht geblickt. Dann geht es weiter in den Urban District, wo die Pavillons der Länder sind. Diese sind sehr vielfältig gestaltet und zeigen, z. B. alternative Baustoffe, alte Traditionen oder Anbaumethoden für die Wüste. Der deutsche Pavillon war von seiner Architektur und den vielen Themen für mich der interessanteste. Und er hatte auch das attraktivste Restaurant. Die schönste Gartenanlage und wunderschöne Blumenarrangement waren im Japanischen Pavillon. Der großzügigste Garten war der chinesische mit seinem Bambusgarten. Aber der Geschmack ist natürlich persönlich eingefärbt. Der Rückweg zum südlichen Eingang führte dann durch die Hortus Avenue, wo man z. B. kleine Gemüsefelder angelegt hat. 

Am nächsten Tag sind wir dann nach Parken, Bus- und Gondelfahrt diesmal von Utopia Island zur Green Island gelaufen. Dort befinden sich Gartenanlagen von Gartenbaufirmen, Kunstinstallationen aus recycelte Materialien und ein Wald. Auch hier das Hin- und Hergelaufe um die Eingänge zu finden. Die Wege, ausser die grossen Hauptwege, sind alle mit Regenrinnen und offen verlegten Platten ausgelegt, was das Laufen oder das Fahren mit Rollstuhl oder Rollator echt beschwerlich macht. Auch in den Gärten geht es um Nachhaltigkeit, Pflanzen für trockene Standorte, mehr Wildpflanzen in Gärten und das Recycling. Ansonsten bietet die Floriade alles was man von anderen Gartenschauen kennt: Souvenirläden, Gastronomie, Konzerte, kleine und große Shows, Informationsstände und viele engagierte Gärtnerinnen und Gärtner. Allerdings waren viele Gärten nicht fertig, es wurde der Rasen durch neuen Rollrasen erneuert und verblühte Beete waren noch nicht ersetzt. Generell waren in den Ländergärten nicht viel Pflanzen, auch Beete mit tollen Farbspielen waren recht rar. Kommen wir zu meinem Fazit: ich bin etwas unschlüssig, ob ich es empfehlen sollte dort hin zu fahren. Wenn Ihr eh in der Nähe seid, gerne besuchen. Extra anreisen würde ich nicht empfehlen. Es ist doch ein sehr teures Vergnügen, den Eintritt, Parkgebühren und ein Kaffee hier, ein Essen dort, das summiert sich doch sehr schnell. Für mich als langjährige Besucherin von Gartenausstellung war das jetzt aber endgültig meine letzte und ein schöner Abschluss. Fotos findet Ihr auf meinem Instagram Account.

Weiterführende Infos zur Floriade findet Ihr hier:

https://floriade.com/de/

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