Gartenschauen warum?

Gartenschauen warum?

Wieso werden diese teuren Gartenschauen gemacht? Macht es für Gärtner Sinn diese zu besuchen? Wie hat mir die diesjährige LGS in Würzburg gefallen? 

Diese Fragen kann ich bestimmt nicht abschliessend beantworten, aber meine Meinung möchte ich gerne mit Euch teilen. 

Ich finde es gut, dass es Gartenschauen in Deutschland gibt, denn oft werden alte Industriebrachen in blühende Landschaften verwandelt und bleiben dann auch in einfacher Form der Bevölkerung als Naherholungsgebiete erhalten. Ich glaube für die Gemeinden ist es sehr oft allerdings ein Minusgeschäft, wenn z. B. Das Wetter nicht mitspielt und entsprechend wenig Besucher kommen.

Ob diese Gartenschauen auch immer etwas für uns Gärtner sind, möchte ich mit „Jein“ beantworten. Ich finde es immer spannend, wenn es Gartenbeete gibt, die vielleicht ausgefallene Farbkombinationen enthalten, die ich im Garten noch nicht ausprobiert habe. Schön finde ich auch, wenn man sich Ideen bei den Schaugärten anschauen kann. Auch die Ideen für das ökologische Gärtnern und für Tiere im Garten. Dies war m. E. Ganz toll gelungen auf der LGS in Bayreuth 2018. Diese Gartenschau habe ich dreimal besucht, im Frühling, Sommer und Herbst. Jedes Mal war ich begeistert von dem Farbfeuerwerk, den die Gärtner dort gestaltet hatten. Auch die Arrangements in der Blumenhalle lies mich jedes Mal staunen. 

Und werdet Ihr fragen, was war dieses Jahr mit Würzburg? Da die LGS zu Ende ist,  meine ehrliche Antwort auf die Frage, ob es mir gefallen hat: „Nein, überhaupt nicht“. Ich war im Mai dort und war echt enttäuscht. Erstmal die lange ehemalige Landebahn, die man entlang laufen musste und nur hier und da mal ein paar Beete mit Blumen waren.

       

Die Blumenhalle war wirklich nur eine schlechte Kopie von Bayreuth.

      

Überhaupt hatte ich den Eindruck, die Veranstalter haben Copy – Paste gemacht, aber um Geld zu sparen, von allem nur ganz wenig. Und das schlimmste, sogar die gleichen Händler mit den gleichen Produkten, wie in Bayreuth. Essen und Trinken war ok, aber die Restaurants waren auch sehr schlecht zu erreichen, man hatte die Zunge schon mal aus dem Hals, bevor man ankam. Ich habe natürlich fleissig Fotos gemacht, aber in Erinnerung geblieben, ist mir nur eine Anlage, ein Trockengarten. Wahrscheinlich, weil ich mich für meinen Garten auch damit beschäftigte und noch beschäftige. 

Und 2019? Ich denke mir, ich werde wohl wieder eine LGS besuchen, sie können ja nicht alle schlecht sein.  😉 

 

Dürre in Deutschland 2018

Dürre in Deutschland 2018

Der Sommer 2018 war nicht nur in Franken viel zu trocken. Wir hatten seit Ostern keinen nennenswerten Niederschlag mehr. Ich musste daher meinen Vorsatz aufgeben, dass ich nur in Notfällen wässere, denn der Notfall war zur Regel geworden. Warum soll man die Pflanzen denn erstmal leiden lassen? Damit sie tiefe Wurzeln entwickeln, dies ist besonders bei Gehölzen wichtig. Wenn sie keine Not haben, bleiben die Wurzeln an der Oberfläche und die Pflanzen werden anfällig. Da mein ganzer Garten in 2017 und 2018 erst angelegt wurde (und noch wird), musste ich mir etwas einfallen lassen.Wie habe ich also meine Pflanzen gepflegt? 

Ich habe den Garten in 4 Teile aufgeteilt und habe jeden Abend nur einen Teil gegossen. Ich habe einen alten Gardena Flächenregner Boogie und da habe ich das Wasser ganz klein gestellt, sodass es nur auf den Boden lief, immer 15 Minuten an einem Gehölz und den angrenzenden Stauden. Durch die langsame Wasserzufuhr, konnte das Wasser schön einsickern und hielt die Pflanzen wieder für 4 – 5 Tage fit. Am nächsten Abend dann der nächste Abschnitt usw. Nächstes Jahr will ich Tropfschläuche verlegen, obwohl ich etwas skeptisch bin, ob sich die kleinen Löcher nicht so schnell zusetzen. Aber jetzt freue ich mich erstmal, dass die Pflanzen überlegt haben und hoffe, auf etwas mehr Regen im Herbst und Winter.

Garten Projekt 2024: Folge 1

Garten Projekt 2024: Folge 1

Wie alles begann

Wir hatten im Jahr 2016 die Chance bekommen, ein altes Haus mit einem relativ grossen Grundstück zu kaufen. Mein Gärtnerherz hat natürlich sofort „Ja“ gerufen und nach 5 Tage Bedenkzeit haben wir uns in das Abenteuer gestützt und haben das Haus gekauft. Die Dinge, die alle bei der Renovierung passiert sind, möchte ich hier lieber unerwähnt lassen, sonst kauf niemand mehr ein gebrauchtes Haus. Aber so ist es halt, man weiss nie, was hinter der nächsten Wand so alles an Überraschungen lauert.

Jetzt aber zum Garten: Die Anlage des Garten stammte aus den 70 bis 80ziger Jahren und bestand zum Größtenteils auf riesigen Koniferen. Ein bisschen Wiese und ein paar Staudenbeete, grösstenteils mit Unkraut überwuchert. Nun wollte ich natürlich möglichst viel erhalten und nur einige meiner Pflanzen aus meinem vorherigen Garten umziehen. Aber wie beim Haus, kam es auch beim Garten ganz anders. Unser GaLa Bauer in Möhrendorf hat mit mir den Garten inspiziert und meinte nur, dass alle Koniferen „ausgewachsen“ sind, d. h. Sie waren innen total hohl bzw. braun, damit konnte man sie auch nicht mehr in Form schneiden. Die Buchbäume waren alle befallen und ebenfalls braun, einzige Ausnahme bildeten die Eiben, die einen Rückschnitt nicht übel nehmen. Zeitgleich wollten die Nachmieter in unserem vorherigen Haus nichts von unseren Pflanzen haben, damit war meine Entscheidung recht schnell getroffen, die alten Koniferen raus und meinen ganzen Pflanzen umziehen.

Nach der Fällaktion sah der Garten natürlich schrecklich aus, die Eiben waren nur noch ein Gerippe ohne grün. Ich atmete tief durch und sagte mir, das wird schon und es wurde. 

Wenn Ihr mögt, lest weiter in Folge 2.

Nach der Fällaktion
Insekten fehlen in unseren Gärten

Insekten fehlen in unseren Gärten

Und nicht nur da!

 Am 26.04.2018 war Markus Gastl auf Einladung der Bündnis 90/Die Grünen im Möhrendorfer Rathaus zu Gast.
Markus Gastl hat einen interessanten Vortrag zu der dramatischen Abnahme von Insekten in Deutschland gehalten und ganz viele Tipps gegeben, wie wir unsere Gärten Insektenfreundlich gestalten können. Denn ohne Insekten findet keine Bestäubung unserer Pflanzen statt und unsere Vögel haben nichts mehr zu fressen. Die Anzahl unserer Vögel in den Gärten nimmt stetig ab, weil der Lebensraum für die Tiere und damit das Futterangebotes verringert. Deshalb ruft der LVB Bayern auch dazu auf das ganze Jahr durch zu füttern. 
Aber zurück zu dem Vortrag: Markus Gastl hat seine 2 Gärten nach dem 3-Zonen-Modell gestaltet und ist Gründer des Netzwerkes HORTUS. Er ist Buchautor von „Der drei Zonen Garten“ und „Ideenbuch Nützlingshotels“. Ausserdem kann man an Führungen in seinen Gärten teilnehmen.
Hier seine Wegseiten:
Facebook: Hortus Netwerk Oasen des Lebens
Schaut mal ein, ich war von dem Vortrag sehr beeindruckt und ich werde Euch wissen lassen, was ich von den Ideen umgesetzt habe.
Ein Dankeschön an unsere aktiven Möhrendorfer Grünen.
Frühling in meinem Garten

Frühling in meinem Garten

Wer hätte es gedacht, dass nach dem späten Kälteinbruch Ende Februar, der Frühling so heftig Einzug hält. Na ja, von Frühling kann man bei Temperaturen über 20 Grad eigentlich gar nicht mehr reden.

Aufgrund unseres Umzuges in 2017 hatte ich gebangt, ob denn meine Gehölze und die unzähligen Stauden das überstanden hatten, als dann die ersten im Februar austrieben und dann noch mal der starke Frost ohne Schnee kam, dachte ich, das war es! Die ganze Arbeit umsonst, das werden die Pflanzen nicht überleben.

Aber die Natur ist immer für eine Überraschung gut, schaut meine wunderschön blühende Quitte an, so blüht hier momentan alles. Freue mich sehr und genieße die Stunden im Garten und hoffe, dass auch bei Euch alles schön gedeiht.