Die Rose – eine Diva

Die Rose – eine Diva

Ich möchte jetzt nicht das gefühlt tausendste Loblied auf die Pflanze singen, die wohl am häufigsten in unseren Gärten anzutreffen ist. Natürlich bin auch ich ein Fan der wunderschönen Blüten und deren Duft. Aber sonst? Ohne Blüten ist sie doch recht unattraktiv, sie braucht viel Pflege, viel Wasser, aber bitte keine Staunässe, sonst gibt es unschöne Flecken (Rosenrost). Sie braucht Sonne, aber auch nicht wieder so viel. Sie toleriert nicht jeden Nachbarn und schon gar keine Enge. Sie mag auch keine Artgenossen, wenn auf dem Beet schon mal eine Rose stand, muss 5 – 7 Jahre gewartet werden, bis man wieder dort an dem Platz eine Rose pflanzen darf. Also, eine richtige Diva.

Dieses Jahr habe ich das Phänomen, dass die Blüten aufgehen und am nächsten Tag schon wieder verblüht sind. Wahrscheinlich liegt es an der Hitze und dass die Rosen an Ihrem neuen Standort noch nicht richtig verwurzelt hin, hoffe ich zumindest.

Die Rosen, die sich in meinem Garten etablieren, dürfen bleiben, doch werde ich meine Begeisterung für die Rose lieber in Gärten und Parks ausleben, wo sie von jemand anderen gehätschelt werden. Ich brauche robuste Gesellen in meinem Garten.

Aber schön sind sie schon…
Fiskars® Spaten

Fiskars® Spaten

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Wir haben in unserem Gartenhaus mindestens 4 Spaten, aber der begehrteste ist der Spaten von der Fa. Fiskars®. Die Besonderheit seht Ihr auf dem Foto, das Blatt des Spatens ist spitz. Damit kommt man der leicht in den Boden, auch wenn man dort viel altes Wurzelwerk hat oder einen schweren, verdichteten Boden. Wir haben ihn damals in Dänemark gekauft, weil Fiskars® ja auch für Ergonomie steht und entsprechend teuer war. Erst habe ich ihn „geschont“, hatte ja noch 4 andere. Mittlerweile denke ich nicht mehr im Traum daran mit einem anderen Spaten zu arbeiten, er ist einfach super.

Spitz zulaufendes Blatt

 

 

Das geheime Leben der Bäume

Das geheime Leben der Bäume

Von Peter Wohlleben

Ja, ich weiss, ich bin etwas spät dran mit diesen Buch. Es hat mich immer schon interessiert, aber es gab noch so vieles anderes zu lesen. Als Gärtnerin war ich bisher auch von Bäumen nicht wirklich begeistert. In vielen Gärten stehen sie einfach falsch, bringen Schatten, wo er nicht gebraucht wird oder sind viel zu gross für den Vorgarten oder den hinteren Bereich. Wälder waren bisher auch nicht so mein Ding, aber das hat sich jetzt schlagartig geändert! Peter Wohlleben schreibt so toll über die Lebewesen Bäume, dass ich jetzt unsere Birke auf dem Nachbargrundstück mit ganz anderen Augen sehe. Sie ist nicht mehr der Dreck-Lieferant sondern ein Wunderwerk, dass hier alleine überleben kann. Der Autor beschreibt das Sozialleben der Bäume in Naturwäldern an Beispiel einer Familie, wie sich befreundete Bäume gegenseitig warnen und helfen. Ganz besonders berührt hat mich das Kapitel über die „Strassenkinder“, die Bäume in unseren Städten und ihr Leiden. Was wir Menschen unseren Mitlebewesen so alles antun, ist schon erschreckend und bei Bäumen bekommen wir es ja nicht so schnell mit. Ihr Leiden ist lautlos und meistens sterben sie in Raten und wir sind schon vorher weg.

Das Buch wird nicht das letzte sein, das ich von Peter lesen werde und ich hoffe, ich kann mal ein Ausflug in den Wald mit ihm buchen.

Erschienen ist es im Ludwig Verlag, ISBN 978-3-453-28067-0

Der Storchschnabel (Geranium)

Der Storchschnabel (Geranium)

Wie auch die Elfenblumen (Epimedium), gehört der Storchschnabel zu meinen Lieblingspflanzen im Garten. Er blüht von Mai bis ca. Oktober, manche Sorten und bei schönem Herbstwetter sogar bis November. Es gibt ihn in einer großen Bandbreite von Blütenfarben und Blätterformen und wo er sich gut ansiedelt, wächst auch kein Unkraut mehr. Ich habe aus dem Nachbarsgarten mit einwandernden Giersch zu tun, selbst den hält er unter Kontrolle! Natürlich ist er auch ein Insektenfreund, da er eine ungefüllte Blüte und die lange Blühdauer hat. Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden, manche Sorten blühen dann noch mal, aber etwas weniger. Über den Winter lässt man das Blattwerk eintrocknen, es bietet den Insekten einen guten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr (vor dem Austrieb der Frühblüher) schneidet man die trockenen Blätter ab oder kann sie so absammeln. Dann bekommt er eine Ladung Kompost und das ist auch schon die ganze Pflege, die der Storchschnabel braucht. Wenn man Ecken hat, die nicht so sichtbar sind, dann kann man die alten Blätter auch lassen, die Vögel nutzen sie zum Nestbau. Hier einige Beispiele für die hübschen Blüten.

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Am Donnerstag bin ich mit einem Busunternehmen nach Rain am Lech, dem Stammsitz von Dehner gefahren, also ziemlich CO2-schonend. Angekommen, erhielten wir eine 1-stündige Rundfahrt über das grosse Produktionsareal. Wir haben erfahren, dass in einer der Hallen 15 Mio (!) Meisenknödel pro Jahr produziert werden und dass Dehner dort die Eigenmarkte an Dünger und Tierfutter produziert. Für die Bauern der Umgebung gibt es extra Hallen für Dünger und Samen. Ganz in der Nähe haben sich die Zulieferer angesiedelt, u. a. ein holländisches Unternehmen. Dem Unternehmer gefiel die Gegend so sehr, dass er sein Haupt- und Wohnsitz nach Rain verlegt hat. Diese Unternehmen produzieren u. a. die Frühjahrsblüher und Orchideen für Dehner. Damit spart man sich einiges an LKW-Fuhren. Allerdings beliefert Dehner von Rain aus alle seine Filialen in Deutschland und Österreich mit 40 eigenen LKWs, 40 Fremde, die aber mit Dehner Logos fahren und ca. 80 Spedition-LKW zu den Hauptsaison Lieferzeiten, alles in allem eine riesige Logistik.

Der Blumenpark ist wie eine kleine Landesgartenschau, wunderschöne Schaubeete, sehr gepflegt. Auch einen wilden Bereich mit Lehrpfad findet man dort, schöne Wasserspiele und eine Sonnenuhr mit Glockenspiel. Ein grosser Kinderspielplatz, Flamingogehege und Restaurants runden den Park ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich gibt es auch einen grossen Einkaufsmarkt, der aber das gleiche Sortiment, wie in allen anderen Dehner-Filialen hat, nur einfach grösser und mehr. Man muss hervorheben, dass der Eintritt in den Blumenpark kostenlos ist, die Restaurants haben auch normale Preise, ein Edeka, Metzger und Bäckereien sind ebenfalls auf dem Gelände, sodass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist.

Rain selber ist auch ein sehr schönes Städtchen, dass ich aber nur beim Durchfahren sehen konnte. Alles in allem ein schöner Ausflug. Ob man allerdings extra dorthin fahren sollte, mag ich nicht zu empfehlen, aber wenn man schon mal in der Nähe sein sollte, dann ist es auf jeden Fall einen Besuch wert.

Weitere Infos findet ihr hier: https://www.dehner.de/blumenpark/

Vögel und Insekten

Vögel und Insekten

Der LBV hat die Ergebnisse der Vogelzählung veröffentlicht und leider sind sie auf dem niedrigen Vorjahresniveau geblieben. Auch bei mir im Garten sind die Hausspatzen die Gewinner, die leider momentan ihr Revier verteidigen und damit sind die Kohl- und Blaumeisen sehr zurückgedrängt worden. Schade, ich hätte noch einige Blattläuse zum vertilgen da. Wer sich aber von der Spatzengang nicht vom Futter verdrängen lässt, sind die beiden Stieglitze im Foto oben. Sie kommen jeden Tag und futtern was das rein geht. Freue mich sehr darüber. Hier findet Ihr die ganze Auswertung:

https://www.lbv.de/news/details/neue-rekordbeteiligung-an-der-stunde-der-gartenvögel/

Nun bitte der LBV darum, dass wir dieses Jahr die Insekten zählen. Weitere Infos findet Ihr hier:

https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/insektensommer/

Viel Spaß beim Zählen!

Gärtnerlatein – keine Fake News

Gärtnerlatein – keine Fake News

Das Buch Gärtnerlatein von Richard Bird ist nicht, wie man vermuten könnte, ein Sammlung von unglaublichen Geschichten aus dem Garten, sondern ein Buch über die Geheimnisse der lateinischen Pflanzennamen. Das Buch erklärt detailliert, wie die botanischen Namen aufgebaut sind und ermöglicht damit auch dem interessierten Laien, z. B. abzuleiten, in welcher Farbe die Pflanze blühen wird. Im Namen sind z. B. die Züchter oder Entdecker enthalten, die Form von Blatt oder Blüte oder aus welchem Lebensraum die Pflanze stammt. Mein Lieblingspflanze der Storchschnabel heisst lateinisch: Geranium sanguineum, was für „blutig“ steht. Der umgangssprachliche Name lautet „Blutroter Storchschnabel“. Meiner ist allerdings rosa und erinnert mich irgendwie nicht an Blut.       Das Buch ist auch wunderschön gestaltet mit Zeichnungen von Dawn Cooper. Erschienen ist es im DVA Verlag unter der ISBN 978-3-421-04033-6. Ein schönes Geschenk für den oder die Gartenfreund*in oder natürlich auch zum schenken lassen.

Kein Plastik mehr im Garten?

Kein Plastik mehr im Garten?

Die allgemeine Diskussion über die Verschmutzung der Meere und die Müllexporte nach Afrika und Asien, haben mich veranlasst über Plastik im Garten nachzudenken. Um Pflanzen hochzubinden, habe ich in der Vergangenheit immer die Plastikhalter, Draht mit Plastik umwickelt und die Art Kabelbinder benutzt. Meistens hielten sie nur eine Saison und brachen dann aufgrund der Witterung.

Dieses Jahr dachte ich mir, mache ich es anders. Die Hortensien werden mit Jutestreifen hochgebunden, die Rosen mit Gartenbindfaden, die zarten Clematisstengel mit dem guten alten Bast. Also auf ins Gartencenter und alles gekauft. Der einzige Schönheitsfehler an dem Vorhaben, ist die Umverpackung. Alles ist in Plastik verpackt, verschweißt und sogar doppelt verpackt! Nachdem ich alles zum Gebrauch hergerichtet hatte, durfte ich erstmal den Berg Plastik im Gelben Sack entsorgen.

Fazit:

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich wenigstens das Material als haltbarer erweist und im Anschluss besser für die Umwelt entsorgt werden kann.

Elfenblume – Epimedium

Elfenblume – Epimedium

Von dieser Staudenart habe ich das erste Mal auf einem Kurs von Gabriella Pape und Isabell van Groeningen gehört. Ich war auf der Suche nach robusten Bodendeckern, die auch auf der Nordseite gut gedeihen. Ich habe mir dann für meinen damaligen Vorgarten 100 Stück dieser Pflanzen gekauft und in relativ schlechten Boden eingesetzt. Schon im ersten Jahr war der Boden gut bedeckt, hatte aber noch Lücken. Man setzt 9 – 12 Pflanzen pro qm.

Die Pflanzen sind im Winter noch grün, aber zum Ende des Winters trocken die Blätter ein und sind dann braun. Ende Februar, möglichst noch bevor die ersten Frühblüher die Köpfchen raus strecken, mäht man die Blätter bodentief ab. Wenn man eine ebene Fläche hat, kann man das sogar mit dem Rasenmäher machen. Danach etwaige Unkräuter entfernen, Kompost drauf, gießen falls kein Regen fällt und warten. Je nach Witterung kommen Anfang März die ersten kleinen Blättchen, erst nur dünne Stiele, dann entfalten sich die Blättchen zum Herz. Das ist so bezaubern zu sehen, wie zart diese Blättchen sind.

Frische Blättchen

Kurz danach kommt die Blüte, bei meinen Sorte Epimedium x versicolor ‚Sulphureum’ in gelb, bei Rubrum in rot mit Weiß.

Sulphureum

 

Rubrum

 

Meine Pflanzen stehen im jetzigen Garten im zweiten Frühling, die Lücken vom letzten Jahr hatte ich im Herbst noch mit zusätzlichen Pflanzen aufgefüllt. Nun ist das Beet zu 90 % bereits bedeckt. Die Elfenblumen dehnen sich unterirdisch über kleine Rhizome aus. Wenn die Pflanzen länger stehen und nicht mehr in die Breite können, wachsen sie in die Höhe. In Weinheim im Hermannhof, habe ich sie schon 50 cm hochstehend gesehen. Das herzförmige Blatt bleibt erhalten, aber im Laufe des Frühlings wird es kräftig und hart. Man kann die Fläche problemlos betreten. Nach dem Winter schneidet man wieder und der Kreislauf beginnt von neuem. Jetzt stehen die Elfenblumen in meinem Garten nur noch halbschattig, aber auch hier gedeihen sie sehr gut. Neben den Storchschnäbeln, sind die Elfenblumen meine absoluten Heldinnen im Garten.