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    Unkraut akzeptieren oder bekämpfen?

    Der Frühling ist mehr oder weniger da und was kommt als erstes aus der Erde oder wie man so schön sagt, was läuft als erstes auf? Genau, das Unkraut. Nun gibt es meiner Meinung Wild- oder Unkräuter, die sind eine Bereicherung für den Garten und die Insekten, andere möchte man natürlich gerne in die Flucht schlagen. Dazu gehört natürlich der Giersch, der zwar ein gesundes Kraut ist und als Salat gegessen werden kann, der aber leider durch seine Ausläufer und seine Blühfreudigkeit sich immer weiter ausbreitet und dadurch keine Möglichkeit mehr für andere Pflanzen lässt.  Ein guter Gegenspieler ist der Storchschnabel, darüber habe ich schon berichtet. Gundermann gehört für mich zu den attraktiven Bodendeckern und kann gut in Schach gehalten werden. Wunderschön finde ich den Klatschmohn oder den Lerchensporn. Auch die Taubnessel blüht schon jetzt sehr schön und ist nicht aufdringlich. Diese Kräuter haben den Vorteil, dass sie schon früh im Jahr Nahrung für die Hummeln und Bienen liefern. Also habe ich mich entschieden, dass es Bereiche im Garten gibt, die als “wildes Eck” auswiesen werden und dort bleibt das Unkraut halt. Im hinteren Bereich meines Gartens soll eine Totholzhecke entstehen und dieses Beet überlasse ich jetzt den diversen Wildkräutern, die dortigen Pflanzen werde ich im Laufe des Frühjahres in den vorderen Teil des Garten setzen. So viel zum Thema: der Garten ist nie fertig. Letztes Jahr hatte ich ein Stück eines Beetes von allen Unkräutern befreit, alles neu eingepflanzt, dann habe ich den Fehler begangen und habe eine Nachtkerze eingesetzt. Ich habe mich sehr über ihre Blühfreude gefreut, allerdings hat sie alles überwuchert und alle Storchschnäbel getötet. Daher bietet es sich an, dieses Stück Beet wieder neu mit den Pflanzen aus dem hinteren Bereich zu bestücken. Dann würde ich mich natürlich freuen, wenn sich die Brennnessel noch dort ansiedelt, falls nicht, dann nehme ich Samen und setze sie dort ein. Aber im restlichen Garten passe ich dann doch auf, dass Giersch und Co noch nicht den Garten übernehmen. 😉

     

    Giersch
    Taubnessel
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    Der Storchschnabel (Geranium)

    Wie auch die Elfenblumen (Epimedium), gehört der Storchschnabel zu meinen Lieblingspflanzen im Garten. Er blüht von Mai bis ca. Oktober, manche Sorten und bei schönem Herbstwetter sogar bis November. Es gibt ihn in einer großen Bandbreite von Blütenfarben und Blätterformen und wo er sich gut ansiedelt, wächst auch kein Unkraut mehr. Ich habe aus dem Nachbarsgarten mit einwandernden Giersch zu tun, selbst den hält er unter Kontrolle! Natürlich ist er auch ein Insektenfreund, da er eine ungefüllte Blüte und die lange Blühdauer hat. Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden, manche Sorten blühen dann noch mal, aber etwas weniger. Über den Winter lässt man das Blattwerk eintrocknen, es bietet den Insekten einen guten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr (vor dem Austrieb der Frühblüher) schneidet man die trockenen Blätter ab oder kann sie so absammeln. Dann bekommt er eine Ladung Kompost und das ist auch schon die ganze Pflege, die der Storchschnabel braucht. Wenn man Ecken hat, die nicht so sichtbar sind, dann kann man die alten Blätter auch lassen, die Vögel nutzen sie zum Nestbau. Hier einige Beispiele für die hübschen Blüten.