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Schlagwort: Klimawandel

Das Phänomen Eisheilige

Das Phänomen Eisheilige

Mehr oder wenig pünktlich kommen die Eisheiligen Mitte Mai und bringen uns Gärtner zum zittern, vor Kälte und vor Sorge. Wird es Bodenfrost geben? Was ist mit den Obstblüten, nehmen sie Schaden? Jeder in unseren Breiten kennt die alte Weisheit, die Balkonblumen erst nach den Eisheiligen zu pflanzen. Wenn man, wie ich letztes Jahr, zu ungeduldig ist, verliert man schon mal die neue Bepflanzung auf dem Hochbeet. Aber warum sind denn trotz Klimawandel die Eisheiligen immer noch eine Konstante? Die Meteorologen können das zwar besser erklären, wie ich, aber ich versuche es mal. Durch den Temperaturunterschied des europäischen Festlands, das sich im Mai schon recht hoch ist, und des kälteren Meeres, entstehen Tiefdruckgebiete. Diese verschieben die warme Luft nach Norden, dadurch kann die eiskalte Luft aus den Polargebieten zu uns geschoben werden. Diese kalte Luft bringt uns dann den gefürchteten Nachtfrost.

Mehr dazu findet Ihr bei den Wetterfröschen:

https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=100652&lv3=100706

Der Wald – ein Nachruf

Der Wald – ein Nachruf

Von Peter Wohlleben

Ich bin entsetzt! Peter Wohlleben stellt in seinem Buch mein und wahrscheinlich auch Eurer Verständnis von ökologische Waldbewirtschaftung und den erneuerbaren Energien auf den Kopf. Er räumt z. B. damit auf, dass es CO2 neutral ist, mit Holz zu heizen. Ja, es stimmt zwar, dass der Baum bei der Verbrennung nur das CO2 wieder freisetzt, dass er in seinem Leben gespeichert hat, aber es gibt einen zweiten CO2 Speicher. In Boden wird ebenfalls CO2 gespeichert, dieser entweicht aber, wenn man einen Baum fällt. Es kommt Licht auf den Boden und dadurch können Bakterien und Pilze den Kohlenstoff im Boden wieder abbauen und er entweicht in die Atmosphäre. Die Studie darüber ist von E.-D. Schulze von 2009 und trägt den Titel CarboEurope-IP, falls jemand sie lesen möchte.

Den zweiten Aspekt, den Peter in seinem Buch dargelegt hat, sind die erneuerbaren Energie. Er beschreibt den Schaden, der im Wald entsteht, wenn z. B. Windkraftanlagen aufgestellt werden. Oder wie groß der Flächenverbrauch ist für den Anbau von Mais für die Biogasanlagen.

Und jetzt? Was machen wir nun? Bei aller Traurigkeit, die das Buch vermittelt, gibt es doch Hoffnung. Wir können viel richtig machen, indem wir nicht immer höherem Verbrauch generieren, sondern auf Einsparung von Energie setzen. Wir können uns auf die Dinge konzentrieren, die wir wirklich möchten und brauchen und nicht jeden neuen Trend mitmachen. Das spart auch Energie und unser Geld.

Ein sehr nachdenklich machendes Buch, dass ich aber sehr empfehlen kann.

Es ist im Ludwig Verlag erschienen mit der ISBN Nr. 978-3-453-28041-0.