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    Sind die Jahreszeiten noch gültig?

    Bereits Karl Förster hat Anfang des 19. Jahrhunderts beobachtet, dass wir nicht 4 Jahreszeiten – Winter – Frühling – Sommer – Herbst, haben, sondern 7. Mittlerweile geht die moderne Phänologie von 10 Jahreszeiten aus, z. B. in Vor-Frühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Diese Jahreszeiten werden anhand von Zeigerpflanzen bestimmt. Die Zeigerpflanzen sind nur für eine bestimmte Region anzuwenden. Auch sind die Jahreszeiten weniger oder gar nicht mehr ausgeprägt, je näher man dem Äquator kommt. Was bringt uns nun diese weitere Unterteilung der Jahreszeiten? Sie hilft uns, z. B. das Ende des Winters zu bestimmen und wir können dann gewisse Arbeiten im Garten vornehmen. Wir können anhand der Zeigerpflanzen beobachten, ob wir es wirklich mit Klimawandel oder nur mit Wetter zu tun haben. Der deutsche Wetterdienst hat Naturbeobachtungsgruppen, die genau das dokumentieren. Ich habe zum Beispiel beobachtet, dass Blühzeiten früher starten, als vor Jahren und die Dauer der Blühzeiten sich verkürzen. Die schöne Felsenbirne blüht bei mir im Garten statt 4 Wochen nur noch eine Woche, weil es zu schnell warm wird. Auch sind die Früchte nicht mehr im August reif, sondern Ende Juli ist sie schon leer gefressen, die Amseln waren schneller als ich. 

    Wir (Kathi Pflug, Jasmin Köchl) haben dieses Thema in einem Kalender verarbeitet, der sowohl Fotos der  Zeigerpflanzen beinhaltet, als auch kleine Porträts der Pflanzen. Auch ist der Kalender “zeitlos”, man kann ihn über mehrere Jahre für Aufzeichnungen benutzen. Kleines Problem an dem Kalender, noch haben wir keinen Verlag gefunden.  Ein kleiner Vorgeschmack auf den Kalender findet Ihr auf Instagram:

    https://www.instagram.com/p/B_R0uqUlzS3/

     

  • Zeitschriften, Bücher und Fernsehberichte

    Meine Philosophie lebendiger Gärten

    von Gabriella Pape

    Es war für mich wieder ein Genuss dieses Buch meiner Lieblings-Gartendesignerin zu lesen. Sie hat mich dazu gebracht, noch mal meinen Garten bzw. die Pflanzen zu überdenken. Es gibt dort ein Kapitel, in dem sie beschreibt, dass Menschen an kranken Gehölze oder Pflanzen hängen, obwohl sie anscheinend am falschen Ort stehen oder so krank sind, dass sie nicht überleben können. Ich habe auch ein Gehölz im Garten, dass seit Jahren einfach nicht gedeihen will – die Zaubernuss. Sie will einfach nicht wachsen, blüht nur wenig und steht den Rest des Jahres einfach nur da. Also werde ich sie diesen Herbst verschenken und etwa attraktiveres an diese Stelle setzen.

    Das Kapitel für die Jahreszeiten, nicht vier, sondern sieben hat mich auch darin bestärkt, auch mein Gartenjahr weiter so zu strukturieren. Derzeit suchen wir noch einen Verlag für unseren Kalender, der sich nach den Phänologischen Jahreszeiten richtet und aufzeigt, wie man sie definieren kann.

    Auch hat sie ein wunderschönes Kapitel über Gräser geschrieben. Darüber und meine Gräser im Garten werden ich im Herbst berichten.

    Das Buch ist im Insel Verlag unter der ISBN 978-3-458-35815-2 bereits 2012 erschienen.