Der Gärtner

Der Gärtner

Ein wunderschöner Satz von Karl Förster, dem Staudenzüchter und Vordenker für moderne und naturnahem Garten.

Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner, und das nächste Mal auch noch. Denn für ein einziges Leben ward dieser Beruf zu groß.

Das gilt für mich als Hobbygärtnerin ebenfalls, ich finde, dieses Hobby ist in jedem Leben eine Bereicherung.

Karl Förster lebte von 1874 bis 1970 und war ganz besonders an den Gräsern interessiert. Sein Spruch „es wird durchgeblüht“, ist uns allen ein Ansporn.

Vögel füttern – aber richtig

Vögel füttern – aber richtig

von Peter Berthold und Gabriele Mohr

Die Autoren motivieren uns in diesem Buch unsere gefiederten Freunde im Garten ganzjährig zu füttern. Sie räumen mit den Mythen auf, dass die Vögel dann faul werden oder ihre Brut mit falschem Futter versorgen. Es ist sehr beeindruckend die fundierten Forschungsergebnisse zur Fütterung und Bruterfolge zu lesen. Gute Tipps zur Einrichtung der Futterstellen werden von den Autoren gegeben. Natürlich fehlen auch nicht die passenden Futtersorten und sehr gute Vogelporträts runden das Buch ab. Ich kann das Buch nur empfehlen und hoffe, dass es viele Nachahmer für die Ganzjahresfütterung gibt. Ich praktiziere das auch schon seit Jahren und es macht viel Spaß zu sehen, wie sehr die Vögel die Nahrung im Sommer, wenn das Brutgeschäft auf vollen Touren läuft, brauchen und annehmen.

Das Buch ist im Kosmos Verlag erschienen, ISBN 978-3-440-15693-3

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Ist das Gartenjahr jetzt zu Ende?

Nachdem wir am Wochenende noch 20 Grad und Sonnenschein hatten, sagt man ja für nächste Woche einstellige Temperaturen und sogar schon ein bisschen Frost bevor. Der Oktober war mit Sicherheit wieder zu warm, aber für mich ideal. Ich bin die ganze Woche wie ein Eichhörnchen damit beschäftigt gewesen, Blumenzwiebeln zu verbuddeln und zwar im Präriebeet. Ich kann Euch sagen, das ist eine Mistarbeit, um noch vornehm zu bleiben. Erst den Split wegscharren, dann Löcher stechen, dabei mit der anderen Hand den Split davon abhalten in die Löcher zu kullern. Das ganze dann in gehockter Stellung irgendwo im Dickicht der Gräser, sehr unbequem. Dabei schütten alle Stauden die Samen über einem aus und man sieht aus wie ein Dreckspatz. Also meine Empfehlung für alle, die auch ein Präriebeet anlegen wollen, die Zwiebeln vor der Lage Split einbuddeln. Ich habe beschlossen, dass dort keine Tausend Zwiebeln, wie geplant, hineinkommen, ich lebe mit den paar Wildtulpen, Elfenkrokussen und Schneeglöckchen, die ich im Schweiße meines Angesichtes schon drin habe.

Bei Gartenprojekt gibt es auch einen neuen Eintrag, schaut mal rein unter der Lasche Gartenprojekt 2024.

Der Wald – ein Nachruf

Der Wald – ein Nachruf

Von Peter Wohlleben

Ich bin entsetzt! Peter Wohlleben stellt in seinem Buch mein und wahrscheinlich auch Eurer Verständnis von ökologische Waldbewirtschaftung und den erneuerbaren Energien auf den Kopf. Er räumt z. B. damit auf, dass es CO2 neutral ist, mit Holz zu heizen. Ja, es stimmt zwar, dass der Baum bei der Verbrennung nur das CO2 wieder freisetzt, dass er in seinem Leben gespeichert hat, aber es gibt einen zweiten CO2 Speicher. In Boden wird ebenfalls CO2 gespeichert, dieser entweicht aber, wenn man einen Baum fällt. Es kommt Licht auf den Boden und dadurch können Bakterien und Pilze den Kohlenstoff im Boden wieder abbauen und er entweicht in die Atmosphäre. Die Studie darüber ist von E.-D. Schulze von 2009 und trägt den Titel CarboEurope-IP, falls jemand sie lesen möchte.

Den zweiten Aspekt, den Peter in seinem Buch dargelegt hat, sind die erneuerbaren Energie. Er beschreibt den Schaden, der im Wald entsteht, wenn z. B. Windkraftanlagen aufgestellt werden. Oder wie groß der Flächenverbrauch ist für den Anbau von Mais für die Biogasanlagen.

Und jetzt? Was machen wir nun? Bei aller Traurigkeit, die das Buch vermittelt, gibt es doch Hoffnung. Wir können viel richtig machen, indem wir nicht immer höherem Verbrauch generieren, sondern auf Einsparung von Energie setzen. Wir können uns auf die Dinge konzentrieren, die wir wirklich möchten und brauchen und nicht jeden neuen Trend mitmachen. Das spart auch Energie und unser Geld.

Ein sehr nachdenklich machendes Buch, dass ich aber sehr empfehlen kann.

Es ist im Ludwig Verlag erschienen mit der ISBN Nr. 978-3-453-28041-0.

Der Kurpark von Bad Steben

Der Kurpark von Bad Steben

Ein Gesundheitstraining hat mich ins beschauliche Bad Steben verschlagen und auch dort musste ich nach Gärten und Pflanzen Ausschau halten. Dafür hat sich der Kurpark sehr gut angeboten, weil unser Hotel direkt dort lag. Die Blumenrabatte waren sehr schön bepflanzt. An der Therme, die ebenfalls direkt im Kurzentrum liegt, hat man mediterrane Kräuter und Pflanzen angelegt, sehr bienenfreundlich und schön anzusehen. Aber das Beste an diesem 40 ha großen Kurpark sind die alten Bäume. Gerade im Herbst sieht man überall wunderschöne Farben. Die Kastanien sind reif, die Buchecken fallen runter und auch die Zedern tragen ihre schönen Zapfen. Die Bäume stehen teilweise als Solitäre, dann wieder als richtiger Wald. Überall sind die Wanderwege und Nordic Walking-Strecken sehr gut ausgeschildert. Leider ließ das Wetter nach der ersten Woche ganz stark nach und im Regen und Sturm ist halt ein Fotospaziergang nicht ganz so toll. Hier aber noch einige Sonnenfotos.

Kastanie
Ahorn
Hängebuche

 

Falls Ihr mehr über Bad Steben und den Park erfahren möchtet, hier der Link:

https://www.bad-steben.de/erlebnis/bad-steben-erleben/kurpark.html

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Diese Staude hatte ich auch schon vor dem Präriebeet in meinem Garten und ich muss sagen, sie ist sehr ausdauernd. Im Juli öffnen viele Sorten bereits die Blüten und blühen mindestens bis September. Was ich an allen Sorten so schön finde, sind die warmen Farbtöne. Man findet sie in allen gelb-Schattierungen über orange bis zu rot, einfach ein fröhliches Bild! Und natürlich sind die Sonnenbräute eine gute Bienenweide. Ich bin sehr gespannt, wie sie im Herbst/Winter aussehen werden, denn ich werde das Präriebeet ja nicht abschneiden.

Rubinzwerg

 

Wird das was – oder kann das weg?

Wird das was – oder kann das weg?

von Bärbel Oftring

Dieses Buch wurde sehr beworben und auch ich habe es gekauft. Es enthält diverse Porträts von Wild- oder Beikräutern und die Verwechslungsmöglichkeiten. Leider kann ich mit den kleinen Fotos wenig anfangen, die Bestimmung der Unkräuter gelingt mir damit nicht. Auch fällt aus diesem Buch schon der erste Teil Seiten raus, obwohl nicht wirklich beansprucht. Dieses Buch war für mich leider ein Fehlkauf, ich finde die Kosmos-Führer „Was blüht denn da“ dagegen viel besser.

Das Buch ist erschienen im Kosmos-Verlag erschienen, ISBN 978-3-440-15303-1

Bloggerin in Aktion

Bloggerin in Aktion

Ich hatte letztens die Fotografin Melanie Müller in meinem Garten und sie hat ein paar bezaubernde Fotos von mir im Garten gemacht. Das hat natürlich Seltenheitswert, denn sonst stehe ich ja immer hinter der Kamera. Ein paar möchte ich mit Euch teilen.

Hier seht Ihr mich bei meiner Lieblingstätigkeit – fotografierend.

Dies mal in schrulliger Verkleidung – englische Gärtnerin 🙂

Hier seht Ihr meine zweite Lieblingsbeschäftigung, das Stöbern in Gartenbüchern.

Posing im Staudenbeet, ziemlich ungewöhnlich.

Das Arbeiten haben wir diesmal ausgeblendet, vielleicht gibt es noch mal eine Arbeitssession. Vielen Dank noch mal an Melanie für das kurzweilige und lustige Shooting!

Wichtig! Alle Fotos von Melanie Müller https://www.melaniemueller-fotografie.de

 

Hochbeet – ein Erfahrungsbericht

Hochbeet – ein Erfahrungsbericht

Ich war in diesem Jahr nicht mit allem erfolgreich, was ich so aufs Hochbeet gesetzt habe. Der Pflücksalat kam gut, aber zu viel auf einmal. Die ersten Kräuter und Tomaten sind eingegangen, war wohl etwas zu früh gewesen. Dann gingen Petersilie und Schnittlauch ganz toll in die Höhe, die Petersilie bekam irgendwie Flecken, also Ernte nicht doch doll. Die zweiten Tomaten haben gut getragen, aber dann Mehltau bekommen.

Letzte Ernte

Die zwei Erdbeerpflanzen kümmern vor sich hin und wenn dann mal eine Erdbeere dran kommt, schmeckt sie scheußlich. Also habe ich jetzt beschlossen, dass im Herbst ein paar nette Blumen auf Hochbeet kommen, ich habe ein paar Mini-Chrysanthemen gepflanzt. Und nächstes Jahr gibt es nur Kräuter und Blumen. Mal sehen, wie es dann wird.

Sommerflieder – Buddleja

Sommerflieder – Buddleja

Der Sommerflieder ist ein sehr pflegeleichter Strauch, der je nach Art auch gerne über 2 m in die Höhe und Breite schießen kann. Er samt sich aus und ist dann auch ein wenig wie Unkraut. Das kann man verhindern, wenn man die verblühten Blütenstände rausschneidet. Im Frühjahr kann man ihn gut zurückschneiden, aber man sollte aufpassen, dass er dann keine starken Fröste mehr bekommt. Er treibt immer zuverlässig aus und bei mir bekommt er als Dünger nur Kompost.

Buddleja x weyeriana ‚Flower Shower‘

Der Sommerflieder ist ja als Schmetterlingsstrauch berühmt, früher saß der Strauch voll mit vielen bunten Schmetterlinge, doch in meinem Garten ist es dieses Jahr echt dramatisch. Ich habe bisher nur ab und zu mal einen Schmetterling gesehen. Hoffentlich können wir diese schreckliche Entwicklung noch zurückdrehen.

So sollte es aussehen, habe ich in Bad Brückenau aufgenommen.

Wer also etwas Pflegeleichtes und dabei aber mit spektakulären Blüten für seinen Garten sucht – hier ist Euer Strauch. Ihr werdet ihn lieben.