Kein Plastik mehr im Garten?

Kein Plastik mehr im Garten?

Die allgemeine Diskussion über die Verschmutzung der Meere und die Müllexporte nach Afrika und Asien, haben mich veranlasst über Plastik im Garten nachzudenken. Um Pflanzen hochzubinden, habe ich in der Vergangenheit immer die Plastikhalter, Draht mit Plastik umwickelt und die Art Kabelbinder benutzt. Meistens hielten sie nur eine Saison und brachen dann aufgrund der Witterung.

Dieses Jahr dachte ich mir, mache ich es anders. Die Hortensien werden mit Jutestreifen hochgebunden, die Rosen mit Gartenbindfaden, die zarten Clematisstengel mit dem guten alten Bast. Also auf ins Gartencenter und alles gekauft. Der einzige Schönheitsfehler an dem Vorhaben, ist die Umverpackung. Alles ist in Plastik verpackt, verschweißt und sogar doppelt verpackt! Nachdem ich alles zum Gebrauch hergerichtet hatte, durfte ich erstmal den Berg Plastik im Gelben Sack entsorgen.

Fazit:

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich wenigstens das Material als haltbarer erweist und im Anschluss besser für die Umwelt entsorgt werden kann.

Elfenblume – Epimedium

Elfenblume – Epimedium

Von dieser Staudenart habe ich das erste Mal auf einem Kurs von Gabriella Pape und Isabell van Groeningen gehört. Ich war auf der Suche nach robusten Bodendeckern, die auch auf der Nordseite gut gedeihen. Ich habe mir dann für meinen damaligen Vorgarten 100 Stück dieser Pflanzen gekauft und in relativ schlechten Boden eingesetzt. Schon im ersten Jahr war der Boden gut bedeckt, hatte aber noch Lücken. Man setzt 9 – 12 Pflanzen pro qm.

Die Pflanzen sind im Winter noch grün, aber zum Ende des Winters trocken die Blätter ein und sind dann braun. Ende Februar, möglichst noch bevor die ersten Frühblüher die Köpfchen raus strecken, mäht man die Blätter bodentief ab. Wenn man eine ebene Fläche hat, kann man das sogar mit dem Rasenmäher machen. Danach etwaige Unkräuter entfernen, Kompost drauf, gießen falls kein Regen fällt und warten. Je nach Witterung kommen Anfang März die ersten kleinen Blättchen, erst nur dünne Stiele, dann entfalten sich die Blättchen zum Herz. Das ist so bezaubern zu sehen, wie zart diese Blättchen sind.

Frische Blättchen

Kurz danach kommt die Blüte, bei meinen Sorte Epimedium x versicolor ‚Sulphureum’ in gelb, bei Rubrum in rot mit Weiß.

Sulphureum

 

Rubrum

 

Meine Pflanzen stehen im jetzigen Garten im zweiten Frühling, die Lücken vom letzten Jahr hatte ich im Herbst noch mit zusätzlichen Pflanzen aufgefüllt. Nun ist das Beet zu 90 % bereits bedeckt. Die Elfenblumen dehnen sich unterirdisch über kleine Rhizome aus. Wenn die Pflanzen länger stehen und nicht mehr in die Breite können, wachsen sie in die Höhe. In Weinheim im Hermannhof, habe ich sie schon 50 cm hochstehend gesehen. Das herzförmige Blatt bleibt erhalten, aber im Laufe des Frühlings wird es kräftig und hart. Man kann die Fläche problemlos betreten. Nach dem Winter schneidet man wieder und der Kreislauf beginnt von neuem. Jetzt stehen die Elfenblumen in meinem Garten nur noch halbschattig, aber auch hier gedeihen sie sehr gut. Neben den Storchschnäbeln, sind die Elfenblumen meine absoluten Heldinnen im Garten.

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Neue Bewohner – Pfingstrosen

Es hat sich doch noch ein Plätzchen im Garten gefunden und dort habe ich zwei neue Bewohner gepflanzt. Zwei Pfingstrosen, die eine ist eine ungefüllte Staudenpfingstrose mit Namen Paeonia lactiflora ‚Jan van Leeuwen“ in weiss. Sie ist mir von einer Gartenfreundin empfohlen worden, soll ganz blühfreudig sein. Die andere ist eine intersektionelle Pfingstrosen, d. h. eine Kreuzung aus Stauden- und Strauchpfingtstrose, eine Paeonia x itoh ‚Bartzella# in gelb! Auf der Seite der STaudengärtnerei Gaissmayer findet Ihr mehr Infos zu dieser interessanten Züchtung:

https://www.gaissmayer.de/sortiment/pfingstrosen-intersektionelle/

Nun hoffe ich, dass sich die zwei gut etablieren und kräftig blühen.

Jan van Leeuwen
Bartzella

 

 

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Schaut mal, was der Osterhase mir gebracht hat. 🙂

Habe mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir diese kleine Hochbeet von VegTrug gekauft. Mein Mann hat es aufgebaut und mit mir zusammen gefüllt. Jetzt müssen nur noch die Pflanzen kommen, dann kann ab Sommer direkt von der Terrasse genascht werden.

Viel Platz für Kräuter und andere Leckereien

Dieses Hochbeet bekommt man überall im Internet, z. B. bei Amazon oder Gärtner Pötschke. (Unbeauftragte und unbezahlte Werbung)

 

Ich wünsche allen Gärtnerinnen und Gärtner Frohe Ostern und nach den Feiertagen ein bisschen Regen für unsere Gärten. Eure Sabine

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Die Felsenbirne – Amelanchier lamarckii

Es ist Frühling und die Felsenbirne begeistert durch hunderte von kleinen weissen Sternchenblüten. Ausserdem ist der Grossstrauch, der bis 7 m hoch werden kann, nicht mächtig, da er seine Krone wie einen Schirm trägt. Das macht ihn auch attraktiv für kleine Gärten und kann an die Terrasse gepflanzt werden. Im Winter nimmt er kein Licht und im Sommer wirkt er wie einen Sonnenschirm. Unter der Felsenbirne kann mal eigentlich alles pflanzen, weil sie dem „Fussvolk“ das Licht nicht nimmt. Die Felsenbirne gibt es in einigen Variationen, bei mir im Garten stehen auch die Amelanchier ovalis, dies sind Büsche, die kompakter bis zu … m wachsen.

Natürlich ist die Felsenbirne nicht nur im Frühling ein Hingucker, sondern bietet uns ein schönes Blatt, bekommt kleine essbare Beeren und hat eine tolle Herbstfärbung. Bei den essbaren Beeren muss man aber schnell sein, die sind auch heiss begehrt bei den Vögeln. Ich nasche immer nur ein paar vom Strauch, den Grossteil lasse ich den Vögeln.

Der Wuchs als Schirm ist nach dem Schnitt gut erkennbar.
Von Null auf Garten

Von Null auf Garten

Ein Anfängerbuch von Lucy Bellamy.

Lucy beschreibt Schritt für Schritt, wie man einen wilden Garten mit Stauden anlegt. Sehr anschaulich gibt sie einen Überblick über problemlose Stauden. Auch zeigt sie wie man eine einfache Gartenplanung macht. Mir haben die empfohlenen Stauden sehr gut gefallen, weil sie auf die verschiedenen Blühformen eingeht und sie Wert darauflegt, dass das ganze Jahr etwas blüht. Ein gelungenes Buch um Gartenanfänger zu motivieren aus einem langweiligen Garten mit Wiese und Randbeeten ein Feuerwerk der Blüten zu machen. Sehr empfehlenswert.

Erschienen im Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8186-0342-7

Leipziger Buchmesse 2019

Leipziger Buchmesse 2019

Gestern habe ich einen Ausflug zur Leipziger Buchmesse gemacht. Leider waren nicht so viele Verlage dort, die auf Gartenbücher spezialisiert sind. Mir haben Gräfer und Unzer, BLV und z. B. Kosmos gefehlt. Schön war aber, dass der Landwirtschaftsverlag aus Münster dort war. Dieser Verlag gibt u. a. die Landlust heraus. Ich schaute mich am Stand um und wurde von einem netten Herrn gefragt, ob ich eine Frage hätte. Sofort realisierte ich, dass es der Autor des Buches Gräser und Blattschmuckstauden war, das auf dem Tisch vor ihm lag. Wir haben uns sehr gut unterhalten und da ich gerade das Präriebeet in Angriff nehme, dachte ich mir, das Buch musst Du kaufen. Herr Horst Schöne, so der Name des Autors, hat mir das Buch dann signiert und ich werde es jetzt durchlesen und Euch davon berichten.

Ansonsten war noch der Ulmer Verlag dort und ich konnte auch hier mit der Vertreterin plaudern. Die Leipziger Buchmesse war sonst für mich nicht so interessant, ausser die vielen verkleideten jungen Leute, die auf der Manga Convention waren. Sie haben zum grössten Teil die Kostüme selbst genäht und viele waren einfach wunderschön. Schaut mal in mein Instagram Profile, einige habe ich gepostet, auch das Beitragsbild

Neue Gartenbewohner

Neue Gartenbewohner

Ich wollte noch mal kurz die langen Triebe der Eibe einkürzen, da blickte ich in dunkle Augen. In der Eibe haben sich Amseln eingenistet. Herr Amsel sitzt jetzt immer auf meinem Rosenbogen und wechselt sich mit Frau Amsel in der Eibe ab. Frau Amsel sucht noch fleissig auf meinen Beeten nach Nistmaterial. Also habe ich die Schere wieder eingepackt und tröste mich, dass man Eiben auch ganzjährig einkürzen kann.

 

Was für ein Wetter!

Was für ein Wetter!

Heute stürmt, regnet, schneit bei uns und die Sonne scheint, alles gleichzeitig oder abwechselnd. Und das ganze bei 13 Grad! So ein Wetter würde man im April erwarten, den Sturm eher im Oktober. Ich finde, dass es nicht nur Wetterkapriolen sind, sondern der Klimawandel schon da ist und das Reden der Politiker nichts mehr hilft – wir müssen alle handeln!

Der Klimawandel hat dieses Frühjahr auch die ganze Blühfolge in meinem Garten verändert. Normalerweise blühen der Winterschneeball und die Zaubernuss im Januar. Der Winterschneeball hat gar nicht geblüht (ich gebe die Hoffnung noch nicht auf), die Zaubernuss erst Ende Februar! Dafür steht aber die Kätzenweide der Nachbarn in voller gelber Blüte, die man sonst Ende März sieht. Ich glaube, dass den Winterblühern mittlerweile die Kälte für den Blühreiz fehlt. Und meine geliebten Elfenblumen sind dieses Jahr ganz grün geblieben, normalerweise trockenen sie im Winter ab und man schneidet die braunen Blätter Ende Februar alle ab.

Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Apropos weiter, nächste Woche geht es im Garten mit dem Präriebeet weiter. Der Trockenbachlauf wird angelegt, also schaut wieder rein, dann gibt es auch wieder Fotos!