Transparenz

Transparenz

Ich sehe in letzter Zeit immer wieder Blogartikel oder Instagram Beiträge, die mit dem Vermerk „unbeauftragte und unbezahlte Werbung“ gekennzeichnet sind.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Beiträge über Buchbesprechungen und Produkte (leider) unbeauftragt und unbezahlt sind. Sollte ich in Zukunft Sponsoren für meinen Blog finden, werde ich das entsprechend kennzeichnen. Bis dahin zählt, ich schreibe aus eigenem Interesse und Antrieb.

Frohes Neues Jahr!

Frohes Neues Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser meines Blog, ich wünsche Euch

einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Alles Liebe und Gute für 2019!

Uns Gärtnerinnen und Gärtner wünsche ich ein wunderschönes Gartenjahr mit vielen Blumen, wenig Blattläusen und genug Regen! Auf in die neue Gartensaison, denn die Winterszeit ist Planungszeit. Ich komme schon gar nicht raus aus den vielen Gartenbüchern und Zeitschriften. Bin sehr gespannt, wie mein Gartenprojekt sich nächstes Jahr entwickeln wird.

Eure Sabine

Hortensie Limelight
Unkraut in meinem Garten

Unkraut in meinem Garten

Das Unkraut-Buch von Jutta Landheineken fiel mir in der Bücherei in die Hände. Mehr aus Langeweile als aus Interesse nahm ich das Buch mit nach Hause. Dies änderte sich aber schnell Jutta Landheineken kann wunderbar über die verschiedenen Unkräuter schreiben. Hinterher findet man sie ganz sympathisch. Im hinteren Teil des Buches sind die Profile der jeweiligen Unkräuter und hier gefiel mir ganz besonders, dass sie immer beschreibt worauf das Unkraut hinweist. Also die Bodenbeschaffenheit oder die Inhaltsstoffe des Bodens. Es gibt auch eine Kategorie „Liebenswert weil“, hier sind z. B. die Verwendung in der Küche vermerkt. Ich habe leider festgestellt, dass sich fast alle dieser netten Gesellen in meinem Garten ein Stelldichein geben. Das Buch kann ich empfehlen, wenn jemand mal die Mitbewohner kennenlernen will.

Das Buch ist im blv-Verlag erschienen und trägt die ISBN Nr. 978-3-8354-1347-4.

Auf ein Neues

Auf ein Neues

Letzte Woche habe ich in den Erlanger Nachrichten gelesen, dass die nächste Gartenschau in Wassertrüdingen „in Bearbeitung“ ist.

Man hat bereits 7000 Blumenzwiebeln gesetzt, bis Mai sollen es 14000 sein.

Das hört sich jetzt erstmal viel an, aber meine Kollegin hat in ihrem Präriegartenbeeten, auf 300 qm ca. 2000 Blumenzwiebeln gesetzt.

Bin sehr gespannt, wie es in Wassertrüdingen weiter geht.

Hier der Link zur Webseite der Landesgartenschau:

https://www.wassertruedingen2019.de/
Buchbesprechung: Bienenbücher

Buchbesprechung: Bienenbücher

Ich habe mir aus der Bibliothek die Bücher

Mein Garten summt! von Simone Kern

Kosmos Verlag, ISBN Nr. 978-3-440-15270-6

Bienenfreundlich Gärtner von Katrin Lugerbauer

BLV Verlage, ISBN Nr. 978-3-8354-1598-0

geliehen. Beide Bücher beschäftigen sich mit dem bienenfreundlichen Garten.

Während Simone Kern in ihrem Buch einen großen Bogen schlägt, über Natur in der Stadt und Stadtgärten anlegen, bis zu den Insektengärten, darin Wassergärten und unordentliche Gärten. Sie stellt Insekten in Porträts vor, sowie die passenden Pflanzen. Man erhält in dem Buch einen guten Überblick, wenn man sich am Anfang seines Vorhabens befindet, seinen Garten oder Balkon in eine Insektenoase zu verwandeln.

Im Buch von Katrin Lugerbauer geht es detaillierter um die Pflanzen und ihre Standorte. Der Fokus liegt ganz klar auf den Garten, wenig Balkon oder das städtische Gärtnern. Auch in dem Buch sind einige Insektenporträts enthalten.

Beide Bücher haben Ihre Berechtigung und sie haben mir beide gefallen. Allerdings hat mir das „Bienenfreundlich Gärtner“ mehr Informationen über die Pflanzen für mein Präriegartenbeet gegeben, das ich 2019 in Angriff nehmen möchte.

Einkaufstour

Einkaufstour

Von diversen Geburtstagen hatte ich noch Gutscheine, daher startete ich im Frühjahr mit meiner Einkaufstour, dabei ist mir sehr klar der Unterschied der Pflanzen zwischen Gartencentern, Baumärkte oder Staudengärtnerein aufgefallen.

Erstens sind die Pflanzen in den Gartencentern und Baumärkten nicht immer eindeutig beschriftet. Man findet deutsche „Phantasienamen“ und der lateinische Name ist nicht vollständig, d. h. man kauft vielfach „die Katze im Sack“. Zweitens ist das Verhältnis Pflanze zu Wurzel immer zu Gunsten der oberirdischen Pflanze, auch ein Zeichen von starker Düngung. Die Preise waren auch immer höher als in der Staudengärtnerei.

In der Staudengärtnerei (ich war bei Augustin in Effeltrich) sind die Pflanztische nach Lagen, d. h. sonnig, halbschattig oder Bodenbeschaffenheit sortiert, die Pflanzen immer lateinisch klar beschriftet. Das Verhältnis Pflanze zu Wurzel ist immer zugunsten der Wurzel.

Alle gekauften Pflanzen habe ich gleich gewässert und eingepflanzt. Bei den Pflanzen aus dem Baumarkt oder Gartencenter kam es zu einem schnellen oberirdischen Wachstumsschub, einige sind  mir dann auch schnell eingegangen, weil die Wurzel, gerade bei der diesjährigen Trockenheit, nicht schnell genug nachkam. Ausserdem habe ich einige Überraschung in Farbe oder Wuchshöhe erlebt. Die Pflanzen aus der Staudengärtnerei sind alle angegangen und wurde langsam grösser, hatten stabile Blüten und haben den Sommer gut überstanden.

Mein Fazit: ich würde, und habe dies auch im Herbst getan, einer Staudengärtnerei den Vorzug geben. Insbesondere wenn Ihr viel anpflanzen müsst und es entsprechend ins Geld geht. Ihr spart einige Cent oder Euro pro Pflanze (oft gibt es auch Mengenrabatt) und die Pflanzen gehen besser an.

Was ist Eure Erfahrung?

Alchemilla mollis – Frauenmantel aus der Staudengärtnerei

Der Schnitt – einer für alle?

Der Schnitt – einer für alle?

Jetzt ist die Zeit um die Pflanzen im Garten zu schneiden. Die Frage ist immer, wie viel schneide ich und welche Art Schnitt verträgt die Pflanze. Mir kommen fast die Tränen, wenn ich sehe, dass Gehölze mit der elektrischen Heckenschere oder besser noch mit der Kettensäge bearbeitet werden. Wir nennen das immer den „Hausmeister-Schnitt“, dabei wird die Pflanze einfach nur gekürzt oder in irgendwelche Formen geschnitten. Das Schlimmste was mir je passiert ist, dass ein solcher Hausmeisterservice mit der elektrischen Heckenschere meinen schönen Bambus in ein kugeliges Etwas verwandelt hat!

Aber wie macht man es denn jetzt richtig? Ich gebe Euch einige Beispiele, wie ich an die Gehölze ran gehe, dabei gehe ich mutig ans Werk, wie schon mein Vater mir beigebracht hat.

Die Felsenbirne Amelachier lamarckii soll ein Schirm als Krone bilden, deshalb habe ich ihr dieses Jahr alle dünnen Triebe unten abgeschnitten und habe bis zu einer Höhe von ca. 1 m alle kleinere seitlichen Triebe entfernt. Ich hoffe, dass dann die Haupttriebe kräftiger werden und sie in die Höhe wächst. Daneben stehen auch Felsenbirnen, aber die Sorte Amelanchier Ovalis, diese wächst buschig, sodass ich sie dieses Jahr nicht schneide. Erst, wenn es zu dicht wird und der Busch nicht richtig ausschlägt, nehme ich Triebe im Inneren weg, damit er mehr Luft bekommt. Ihr seht, zwar eine Art, aber zwei Herangehensweisen. 

Dann zu den  Haselnusssträucher, ich habe eine grünen und eine rote Sorte. Der grüne Strauch wächst ganz kompakt und langsam, den lass ich in Ruhe und schneide gar nicht, damit er keine Wassertriebe bildet. Der rote hingegen hat dieses Jahr (trotz Trockenheit) extreme Wassertriebe gebildet. Hier werde ich die gerade gewachsenen Triebe komplett kürzen und die seitlichen nur einkürzen. Ich hoffe, dass ich ihn nicht wieder motiviere so auszutreiben.

Beim Sommerflieder Buddleja x weyeriana ‚Flower Shower‘  schneide ich im Herbst das obere Drittel mit den Blüten raus und im Frühjahr nach dem Frost, schneide ich noch mal, dann aber kräftig runter bis auf ca. 50 cm. Bisher sind die beiden Sträucher immer toll wieder ausgetrieben und hatten ganz viele Blüten. Man muss nur wirklich aufpassen, dass man im Frühjahr den Zeitpunkt richtig erwischt, denn wenn er nach dem starken Rückschnitt noch Frost bekommt, kann das zum Totalausfall führen.

Die Rosen sind auch ganz starke Individualisten beim Schnitt. Je nachdem, ob es sich um Edelrosen, Beetrosen oder Kletterrosen handelt, immer ist eine andere Art Schnitt notwendig. Ich kann jedem Rosenliebhaber nur empfehlen mal einen Kurs zu machen, denn ich finde, die ganzen Zeichnungen in den Zeitschriften und Büchern sehen nie so aus, wie meine Rosen in Natura.

Aber ich finde, dass der Obstbaumschnitt die Krönung ist. Was man dort alles beachten muss, damit man nicht aus Versehen die Äste abschneidet, die Früchte ansetzen, beeindruckt mich immer wieder. Auch muss man die Fruchtwaage beachten, damit die Früchte quasi unten am Ast hängen. Hier gibt es tolle Kurse bei Kleingartenvereinen oder auch direkt bei Baumschulen. Bei Interesse einfach mal googeln, das Angebot ist recht gross. Ich bin hier keine Hilfe, besitze nur eine Quitte und die sieht mit noch ok aus.

Also, Ihr seht,  „einer für alle“ gilt beim Pflanzenschnitt ganz bestimmt nicht. Im Frühjahr berichte ich über meine Schnittaktion bei Stauden. 

Buchbesprechung: Bienenblues von Jasmin Köchl

Buchbesprechung: Bienenblues von Jasmin Köchl

Durch einen Artikel in den Nürnberger Nachrichten bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe mich auch direkt am Crowdfunding beteiligt. Kurze Zeit später war das Projekt erfolgreich und das Buch ging in Druck und im Oktober 2018 hielt ich es in Händen.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, weil es wunderschöne Zeichnungen beinhaltet und auch die Seitenfarben je nach Inhalt variieren, z. B. im Kapitel über Honig sind die Seiten auch Honiggelb. Beim ersten Durchblättern wurde ich sofort neugierig und wollte weiterlesen.

Jasmin hat es in Ihrem ersten Buch geschafft, mich als Leser sofort davon zu überzeugen, dass Bienen sympathisch und sehr wichtig sind. Wusste ich zwar vorher auch, aber im Buch ist das so lebendig. Sie bringt uns auch die Faszination des Bienenvolkes, deren Kommunikation und Lebensweise so nah. Ganz besonders beeindruckt war ich von der Kommunikation mittels der Tänze. Bienen sind in der Lage, ihren Kolleginnen die Lage der gefundenen Futterquellen mittels verschiedene Tänze zu zeigen oder zu erklären.  Ich war natürlich besonders an den Pflanzen im Buch interessiert, die als Bienenfreundlich bezeichnet werden. Ich muss zugeben, dass ich doch einige nicht kannte.

 

Mein Fazit: dieses Buch ist toll für kleine und große Leser, die die Grundlagen der Bienen kennenlernen wollen, ohne Imker werden zu wollen oder gar Wissenschaftler. Außerdem ist es durch seine hochwertige Aufmachung ein tolles Geschenk, z. B. zu Weihnachten.

Das Buch ist im Piepmatz Verlag erschienen unter der ISBN 978-3-942786-27-0

https://www.piepmatz-verlag.de/shop/bienenblues/