Präriebeet versus Blumenwiese

Präriebeet versus Blumenwiese

Im Rahmen meines Gartenprojektes 2024 suche ich noch die Gestaltung des Eingangsbereiches. Dort muss das Beet leider etwas schmaler werden, damit wir die Einfahrt besser nutzen können, gleichzeitig soll es aber ein schöner Anblick sein, da ich jeden Morgen dort hinschauen, wenn ich aus dem Haus gehe.

Da ich dieses Frühjahr erstmal meine Ressourcen auf das Präriebeet verwendet habe, blieb für das Beet an der Einfahrt nur eine Blumenwiese übrig. Nun im Juli angekommen, ist die Blumenwiese optisch nicht wirklich ein Hingucker. Ich würde dies nur empfehlen für eine Gartenecke, die man nicht wirklich sehen muss.

Blumenwiese im Juli

Ja, es gibt auch ein paar einzelne schöne Blüten, aber…

 

 

 

 

das Präriebeet ist eindeutig schöner und bietet auch viel mehr Blüten.

Präriebeet im Juli

 

Die Anzahl der Insekten ist ebenfalls beim Präriebeet viel höher. Und ein ganz entscheidender Vorteil, das Präriebeet braucht nur ganz selten mal Wasser. Die Blumenwiese hingegen kann nicht ohne regelmäßiges Gießen auskommen, da die kleinen Sämereien sonst natürlich nicht gedeihen können. Deshalb würde ich weiterhin zu Trockenheits-tolerierende Stauden greifen.

Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung für mein Beet am Eingang…

Mähroboter – Todesfalle für Tiere

Mähroboter – Todesfalle für Tiere

Am Samstag war wieder in den Nürnberger Nachrichten ein Artikel mit dem Titel „Todesfalle Mähroboter“. Wie auch bei anderen Zeitungen und beim LBV wird darauf hingewiesen, dass die Mähroboter leider nicht halt vor Igel machen. Die Stachelritter rollen sich bei Gefahr zusammen und der Mähroboter fährt bei kleinen Tieren über sie hinweg und tötet sie. Grössere Tiere werden schwer verletzt, weil ihnen z. B. die Schnauze weggeschnitten wird. Insekten finden natürlich auch ihren Tod darin. Falls Ihr ein Gerät besitzt, lasst es bitte nicht nachts laufen, da die Igel nachtaktiv sind. Falls Ihr noch kein Gerät besitzt, dann überlegt Euch den Kauf noch mal. Der Mähroboter macht auch vor Kinderhände oder -füsse nicht halt! Ausserdem ist Gartenarbeit ein guter Sport, alternativ kann man den Rasen auch in eine Blumenwiese umwandeln, dann braucht er nicht mehr jede Woche gemäht werden.

Weiterführende Links:

https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/todliche-gefahr-lauert-im-garten-frankische-igel-haufiger-verletzt-1.9098346?searched=true

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/was-gar-nicht-geht/rasenroboter/

 

Die Rose – eine Diva

Die Rose – eine Diva

Ich möchte jetzt nicht das gefühlt tausendste Loblied auf die Pflanze singen, die wohl am häufigsten in unseren Gärten anzutreffen ist. Natürlich bin auch ich ein Fan der wunderschönen Blüten und deren Duft. Aber sonst? Ohne Blüten ist sie doch recht unattraktiv, sie braucht viel Pflege, viel Wasser, aber bitte keine Staunässe, sonst gibt es unschöne Flecken (Rosenrost). Sie braucht Sonne, aber auch nicht wieder so viel. Sie toleriert nicht jeden Nachbarn und schon gar keine Enge. Sie mag auch keine Artgenossen, wenn auf dem Beet schon mal eine Rose stand, muss 5 – 7 Jahre gewartet werden, bis man wieder dort an dem Platz eine Rose pflanzen darf. Also, eine richtige Diva.

Dieses Jahr habe ich das Phänomen, dass die Blüten aufgehen und am nächsten Tag schon wieder verblüht sind. Wahrscheinlich liegt es an der Hitze und dass die Rosen an Ihrem neuen Standort noch nicht richtig verwurzelt hin, hoffe ich zumindest.

Die Rosen, die sich in meinem Garten etablieren, dürfen bleiben, doch werde ich meine Begeisterung für die Rose lieber in Gärten und Parks ausleben, wo sie von jemand anderen gehätschelt werden. Ich brauche robuste Gesellen in meinem Garten.

Aber schön sind sie schon…
Fiskars® Spaten

Fiskars® Spaten

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Wir haben in unserem Gartenhaus mindestens 4 Spaten, aber der begehrteste ist der Spaten von der Fa. Fiskars®. Die Besonderheit seht Ihr auf dem Foto, das Blatt des Spatens ist spitz. Damit kommt man der leicht in den Boden, auch wenn man dort viel altes Wurzelwerk hat oder einen schweren, verdichteten Boden. Wir haben ihn damals in Dänemark gekauft, weil Fiskars® ja auch für Ergonomie steht und entsprechend teuer war. Erst habe ich ihn „geschont“, hatte ja noch 4 andere. Mittlerweile denke ich nicht mehr im Traum daran mit einem anderen Spaten zu arbeiten, er ist einfach super.

Spitz zulaufendes Blatt

 

 

Das geheime Leben der Bäume

Das geheime Leben der Bäume

Von Peter Wohlleben

Ja, ich weiss, ich bin etwas spät dran mit diesen Buch. Es hat mich immer schon interessiert, aber es gab noch so vieles anderes zu lesen. Als Gärtnerin war ich bisher auch von Bäumen nicht wirklich begeistert. In vielen Gärten stehen sie einfach falsch, bringen Schatten, wo er nicht gebraucht wird oder sind viel zu gross für den Vorgarten oder den hinteren Bereich. Wälder waren bisher auch nicht so mein Ding, aber das hat sich jetzt schlagartig geändert! Peter Wohlleben schreibt so toll über die Lebewesen Bäume, dass ich jetzt unsere Birke auf dem Nachbargrundstück mit ganz anderen Augen sehe. Sie ist nicht mehr der Dreck-Lieferant sondern ein Wunderwerk, dass hier alleine überleben kann. Der Autor beschreibt das Sozialleben der Bäume in Naturwäldern an Beispiel einer Familie, wie sich befreundete Bäume gegenseitig warnen und helfen. Ganz besonders berührt hat mich das Kapitel über die „Strassenkinder“, die Bäume in unseren Städten und ihr Leiden. Was wir Menschen unseren Mitlebewesen so alles antun, ist schon erschreckend und bei Bäumen bekommen wir es ja nicht so schnell mit. Ihr Leiden ist lautlos und meistens sterben sie in Raten und wir sind schon vorher weg.

Das Buch wird nicht das letzte sein, das ich von Peter lesen werde und ich hoffe, ich kann mal ein Ausflug in den Wald mit ihm buchen.

Erschienen ist es im Ludwig Verlag, ISBN 978-3-453-28067-0

Der Storchschnabel (Geranium)

Der Storchschnabel (Geranium)

Wie auch die Elfenblumen (Epimedium), gehört der Storchschnabel zu meinen Lieblingspflanzen im Garten. Er blüht von Mai bis ca. Oktober, manche Sorten und bei schönem Herbstwetter sogar bis November. Es gibt ihn in einer großen Bandbreite von Blütenfarben und Blätterformen und wo er sich gut ansiedelt, wächst auch kein Unkraut mehr. Ich habe aus dem Nachbarsgarten mit einwandernden Giersch zu tun, selbst den hält er unter Kontrolle! Natürlich ist er auch ein Insektenfreund, da er eine ungefüllte Blüte und die lange Blühdauer hat. Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden, manche Sorten blühen dann noch mal, aber etwas weniger. Über den Winter lässt man das Blattwerk eintrocknen, es bietet den Insekten einen guten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr (vor dem Austrieb der Frühblüher) schneidet man die trockenen Blätter ab oder kann sie so absammeln. Dann bekommt er eine Ladung Kompost und das ist auch schon die ganze Pflege, die der Storchschnabel braucht. Wenn man Ecken hat, die nicht so sichtbar sind, dann kann man die alten Blätter auch lassen, die Vögel nutzen sie zum Nestbau. Hier einige Beispiele für die hübschen Blüten.

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Ausflug zum Dehner Blumenpark

Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Am Donnerstag bin ich mit einem Busunternehmen nach Rain am Lech, dem Stammsitz von Dehner gefahren, also ziemlich CO2-schonend. Angekommen, erhielten wir eine 1-stündige Rundfahrt über das grosse Produktionsareal. Wir haben erfahren, dass in einer der Hallen 15 Mio (!) Meisenknödel pro Jahr produziert werden und dass Dehner dort die Eigenmarkte an Dünger und Tierfutter produziert. Für die Bauern der Umgebung gibt es extra Hallen für Dünger und Samen. Ganz in der Nähe haben sich die Zulieferer angesiedelt, u. a. ein holländisches Unternehmen. Dem Unternehmer gefiel die Gegend so sehr, dass er sein Haupt- und Wohnsitz nach Rain verlegt hat. Diese Unternehmen produzieren u. a. die Frühjahrsblüher und Orchideen für Dehner. Damit spart man sich einiges an LKW-Fuhren. Allerdings beliefert Dehner von Rain aus alle seine Filialen in Deutschland und Österreich mit 40 eigenen LKWs, 40 Fremde, die aber mit Dehner Logos fahren und ca. 80 Spedition-LKW zu den Hauptsaison Lieferzeiten, alles in allem eine riesige Logistik.

Der Blumenpark ist wie eine kleine Landesgartenschau, wunderschöne Schaubeete, sehr gepflegt. Auch einen wilden Bereich mit Lehrpfad findet man dort, schöne Wasserspiele und eine Sonnenuhr mit Glockenspiel. Ein grosser Kinderspielplatz, Flamingogehege und Restaurants runden den Park ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich gibt es auch einen grossen Einkaufsmarkt, der aber das gleiche Sortiment, wie in allen anderen Dehner-Filialen hat, nur einfach grösser und mehr. Man muss hervorheben, dass der Eintritt in den Blumenpark kostenlos ist, die Restaurants haben auch normale Preise, ein Edeka, Metzger und Bäckereien sind ebenfalls auf dem Gelände, sodass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist.

Rain selber ist auch ein sehr schönes Städtchen, dass ich aber nur beim Durchfahren sehen konnte. Alles in allem ein schöner Ausflug. Ob man allerdings extra dorthin fahren sollte, mag ich nicht zu empfehlen, aber wenn man schon mal in der Nähe sein sollte, dann ist es auf jeden Fall einen Besuch wert.

Weitere Infos findet ihr hier: https://www.dehner.de/blumenpark/

Vögel und Insekten

Vögel und Insekten

Der LBV hat die Ergebnisse der Vogelzählung veröffentlicht und leider sind sie auf dem niedrigen Vorjahresniveau geblieben. Auch bei mir im Garten sind die Hausspatzen die Gewinner, die leider momentan ihr Revier verteidigen und damit sind die Kohl- und Blaumeisen sehr zurückgedrängt worden. Schade, ich hätte noch einige Blattläuse zum vertilgen da. Wer sich aber von der Spatzengang nicht vom Futter verdrängen lässt, sind die beiden Stieglitze im Foto oben. Sie kommen jeden Tag und futtern was das rein geht. Freue mich sehr darüber. Hier findet Ihr die ganze Auswertung:

https://www.lbv.de/news/details/neue-rekordbeteiligung-an-der-stunde-der-gartenvögel/

Nun bitte der LBV darum, dass wir dieses Jahr die Insekten zählen. Weitere Infos findet Ihr hier:

https://www.lbv.de/mitmachen/fuer-einsteiger/insektensommer/

Viel Spaß beim Zählen!

Gärtnerlatein – keine Fake News

Gärtnerlatein – keine Fake News

Das Buch Gärtnerlatein von Richard Bird ist nicht, wie man vermuten könnte, ein Sammlung von unglaublichen Geschichten aus dem Garten, sondern ein Buch über die Geheimnisse der lateinischen Pflanzennamen. Das Buch erklärt detailliert, wie die botanischen Namen aufgebaut sind und ermöglicht damit auch dem interessierten Laien, z. B. abzuleiten, in welcher Farbe die Pflanze blühen wird. Im Namen sind z. B. die Züchter oder Entdecker enthalten, die Form von Blatt oder Blüte oder aus welchem Lebensraum die Pflanze stammt. Mein Lieblingspflanze der Storchschnabel heisst lateinisch: Geranium sanguineum, was für „blutig“ steht. Der umgangssprachliche Name lautet „Blutroter Storchschnabel“. Meiner ist allerdings rosa und erinnert mich irgendwie nicht an Blut.       Das Buch ist auch wunderschön gestaltet mit Zeichnungen von Dawn Cooper. Erschienen ist es im DVA Verlag unter der ISBN 978-3-421-04033-6. Ein schönes Geschenk für den oder die Gartenfreund*in oder natürlich auch zum schenken lassen.

Kein Plastik mehr im Garten?

Kein Plastik mehr im Garten?

Die allgemeine Diskussion über die Verschmutzung der Meere und die Müllexporte nach Afrika und Asien, haben mich veranlasst über Plastik im Garten nachzudenken. Um Pflanzen hochzubinden, habe ich in der Vergangenheit immer die Plastikhalter, Draht mit Plastik umwickelt und die Art Kabelbinder benutzt. Meistens hielten sie nur eine Saison und brachen dann aufgrund der Witterung.

Dieses Jahr dachte ich mir, mache ich es anders. Die Hortensien werden mit Jutestreifen hochgebunden, die Rosen mit Gartenbindfaden, die zarten Clematisstengel mit dem guten alten Bast. Also auf ins Gartencenter und alles gekauft. Der einzige Schönheitsfehler an dem Vorhaben, ist die Umverpackung. Alles ist in Plastik verpackt, verschweißt und sogar doppelt verpackt! Nachdem ich alles zum Gebrauch hergerichtet hatte, durfte ich erstmal den Berg Plastik im Gelben Sack entsorgen.

Fazit:

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich wenigstens das Material als haltbarer erweist und im Anschluss besser für die Umwelt entsorgt werden kann.