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  • Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort Oktober 4, 2020

    Da unser Nordsee-Urlaub so verregnet war, kam ich auf dem verfrühten Heimweg noch in den Genuss eines Zwischenstopps auf der LaGa in KaLiFo. Na ja Genuss, darüber kann man streiten. Diese Gartenschau hat zwei Teile, ein Teil ist rund um das Kloster Kamp und dort haben die Gartenplaner Bienenwiesen und Beet mit einheitlicher Bepflanzung im Stile der alten Gärten angelegt. Wenn man in den alten Teil des Kloster Kamps geht, muss man sagen, dass diese Original-Bepflanzung eindeutig schöner ist. Schaut selbst.

    Das Kloster Kamp
    Die neue Bepflanzung

     

     

     

     

     

    und sein Garten

     

    Der zweite Teil ist auf einem alten Zechengelände und vereint die alten Gebäude dort mit einigen Schaugärten und Installationen. Ich muss sagen, leider nichts neues. Auch die Blumenhalle ist wie immer, zwar schön gemacht, aber auch nicht, was einer alten Gärtnerin wie mir ganz neue Impulse geben würde. Schön war die Installation von dem Künstler Rainer Bonk, von dem auch die Blauen Schafe in meinem Garten sind. Sie stellt Erdmännchen als Bergarbeiter dar, die das Gold des Bodens fördern. (Foto siehe oben) Es wurde auch gezeigt, was alles wächst, wenn man nichts tut. Sorry, aber das sehe ich jeden Tag in meinem Garten. Viel Wiese, einige Tiere und die üblichen Verkaufsstände.

    Fazit: Wenn Ihr schon mal da seid, geht gerne hin, sie ist noch bis 27.10. geöffnet. Eine Reise extra für diese LGS ist m. E. nicht lohnenswert. Auch der Eintritt von 18,50 EUR ist nicht wirklich günstig und man muss lange laufen für einige hübsche Bepflanzungen.

    https://www.kamp-lintfort2020.de

  • Gärtner ist Sport! September 27, 2020

    Das ist für einen Sportmuffel wie mich schon mal eine gute Nachricht! Inspiriert von einem Artikel aus dem RHS Magazin „Garden“ von Lia Leendertz, habe ich mal recherchiert, ob das stimmt. Ja, wenn man im Garten Arbeiten, wie Umgraben oder Beete bepflanzen, das Laufen durch den Garten (an einem Samstag schaffe ich locker 10000 Schritte), bücken und andere Schweißtreibende Aufgaben bewältigt, ist das Sport. Es ist genauso effektiv wie z. B. Walken. Man ist an frischer Luft und das Grün entspannt Auge und Seele. Ich finde, dass so langweilige Arbeiten, wie Unkraut jäten, einen Flow bewirken, das Gehirn kann endlich mal auf Autopilot schalten. Auch ein Muskelkater soll es ja nach ausgiebigem Gärtnern geben, das liegt daran, dass man einfach mal andere Muskeln gebraucht, als z. B. bei der bekannten Sportart. Sogar die Fettpölsterchen sollen schmelzen, hauptsächlich in der etwas anstrengenden Frühjahrs Saison. Allerdings sind das genussvolle Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen oder der Aperol Spritz am Abend zwar nicht gewichtsmindernd, aber sie haben einen hohen Entspannungsfaktor. 🙂

  • Sonnenhut Verwirrung August 29, 2020

    In meinem Garten finden sich viele Sonnenhüte, die aber von der Namensgebung sehr verwirrend sind. Auf dem Foto oben seht Ihr wahrscheinlich auch eine weisse Blüte, diese Pflanze heisst aber Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea). Auch wird er auf Deutsch Scheinssonnenhut genannt. Die Engländer nennen ihn auch „Coneflower“ Igelkopf, diesen Namen liest man bei uns auch. Diesen Sonnenhut gibt es neben den Züchtungsfarben weiss und gelb, in seiner ursprünglichen Farbe dunkelrosa. 

    Nun kommen wir zu dem anderen Sonnenhut, nämlich dem Rudbeckia fulgida, er steht biologisch eher den Sonnenblumen nahe. Der Scheinsonnenhut hat die Nähe zur Zinnie. Wie können wir jetzt rausfinden, welcher dieser schönen Hüte in unserem Garten blüht. Man macht den „Streicheltest“: der Kopf des Scheinsonnenhutes ist echt stachelig und der Rudbeckia ist weich.

    Rudbeckia

    Beide Sonnenhüte sind echte Sonnenliebhaber und Insektenmagnete. Der hohe Rudbeckia braucht eine Stütze (er ist einer meiner Kandidaten, der nächstes Jahr den Chelsea Cut bekommt) und der Scheinsonnenhut ist bei mir im Präriebeet recht standfest. Der Scheinsonnenhut ist früher mit der Blüte als der Rudbeckia, zumindest in diesem Jahr. Ach so, bitte die zwei nicht mit den Sonnenbräuten (Helenium) verwechseln, das sind andere Damen, Bericht folgt.

  • Unser Garten in den Erlanger Nachrichten! August 14, 2020

    Vielleicht hat der eine oder andere es gelesen, in der Serie Gärten aus der Region, war ein Bericht über unseren Garten in der Zeitung.

    Herr Schreiter hat uns besucht und ein Interview mit mir geführt. Anschliessend den Garten fotografiert. Das war schon ein tolles Erlebnis und ich freue mich, dass der Bericht so schön geworden ist. Ich hoffe, dass ich vielleicht einige Leser motivieren konnte, den Garten attraktiver für Insekten und Vögel zu gestalten. Gerne beantworte ich Eure Fragen. Email-Adresse findet Ihr im Impressum.

    Für alle, die den Bericht nicht gesehen haben, hier der Link:

    https://www.nordbayern.de/region/erlangen/ein-prariebeet-in-mohrendorf-1.10331893?searched=true

  • Notbewässerung Präriebeet August 9, 2020

    Die Pflanzen auf meinem Präriebeet sind wirklich hart im nehmen, aber irgendwann sind auch deren Kraftreserven aufgebraucht und sie brauchen Wasser. Uns stehen ja eine Woche mit über 30 Grad und Wind bevor, sodass ich doch beschlossen habe, die Pflanzen zu giessen, nur wie?

    Der alte Viereckregner, der das Wasser hoch bringt und weit verteilt, ist verschwunden. Mein kleiner runder Classic Regner ist nicht geeignet dort grossflächig und ausdauern zu bewässern. Den nutze ich weiterhin um ihn unter die Gehölze zustellen und dort mit wenig Wasser mindestens 15 Minuten dort die Erde zu durchtränken. Das hat den Vorteil, dass die Blätter nicht so nass werden und die Verdunstung sich in Grenzen hält. Aber zurück zum Problem Präriebeet mit Stauden und Gräser, die zwischen 1 Meter und 1,5 Meter hoch sind. Ich fand unsere alten Hozelok Kreisregner, aber auch die müssten höher stehen, sagte ich überlegend zu meinem Mann. Er fuhr in den Baumarkt, kaufte Rohre und konstruierte zwei Halterungen für die Kreisregner und nun können wir die Notbewässerung durchführen. Schon toll, wenn man einen gelernten Schlosser im Haus hat! 🙂

    Mein uralter Classic Beregner
  • Sind die Jahreszeiten noch gültig? August 2, 2020

    Bereits Karl Förster hat Anfang des 19. Jahrhunderts beobachtet, dass wir nicht 4 Jahreszeiten – Winter – Frühling – Sommer – Herbst, haben, sondern 7. Mittlerweile geht die moderne Phänologie von 10 Jahreszeiten aus, z. B. in Vor-Frühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Diese Jahreszeiten werden anhand von Zeigerpflanzen bestimmt. Die Zeigerpflanzen sind nur für eine bestimmte Region anzuwenden. Auch sind die Jahreszeiten weniger oder gar nicht mehr ausgeprägt, je näher man dem Äquator kommt. Was bringt uns nun diese weitere Unterteilung der Jahreszeiten? Sie hilft uns, z. B. das Ende des Winters zu bestimmen und wir können dann gewisse Arbeiten im Garten vornehmen. Wir können anhand der Zeigerpflanzen beobachten, ob wir es wirklich mit Klimawandel oder nur mit Wetter zu tun haben. Der deutsche Wetterdienst hat Naturbeobachtungsgruppen, die genau das dokumentieren. Ich habe zum Beispiel beobachtet, dass Blühzeiten früher starten, als vor Jahren und die Dauer der Blühzeiten sich verkürzen. Die schöne Felsenbirne blüht bei mir im Garten statt 4 Wochen nur noch eine Woche, weil es zu schnell warm wird. Auch sind die Früchte nicht mehr im August reif, sondern Ende Juli ist sie schon leer gefressen, die Amseln waren schneller als ich. 

    Wir (Kathi Pflug, Jasmin Köchl) haben dieses Thema in einem Kalender verarbeitet, der sowohl Fotos der  Zeigerpflanzen beinhaltet, als auch kleine Porträts der Pflanzen. Auch ist der Kalender „zeitlos“, man kann ihn über mehrere Jahre für Aufzeichnungen benutzen. Kleines Problem an dem Kalender, noch haben wir keinen Verlag gefunden.  Ein kleiner Vorgeschmack auf den Kalender findet Ihr auf Instagram:

    https://www.instagram.com/p/B_R0uqUlzS3/

     

  • Dünger mal anders Juli 26, 2020

    Ich habe gestern in der Zeitung gelesen, dass die Schafwolle ein guter Dünger sein soll. Er soll ähnlich wirken, wie Hornspäne. Das hat mich dann doch neugierig gemacht. Falls jemand schon Erfahrung damit hat, wäre ich sehr dankbar für eine Rückmeldung. Ich werde das auch mal ausprobieren, fragt sich nur, wo ich die Wolle hier in der Gegend bekommen kann. Schäfereien gibt es hier nicht, nur ein paar Hobbyschäfer. Sobald ich meinen Test durchführe, melde ich mich wieder auf diesem Kanal. 

  • Meine Philosophie lebendiger Gärten Juli 23, 2020

    von Gabriella Pape

    Es war für mich wieder ein Genuss dieses Buch meiner Lieblings-Gartendesignerin zu lesen. Sie hat mich dazu gebracht, noch mal meinen Garten bzw. die Pflanzen zu überdenken. Es gibt dort ein Kapitel, in dem sie beschreibt, dass Menschen an kranken Gehölze oder Pflanzen hängen, obwohl sie anscheinend am falschen Ort stehen oder so krank sind, dass sie nicht überleben können. Ich habe auch ein Gehölz im Garten, dass seit Jahren einfach nicht gedeihen will – die Zaubernuss. Sie will einfach nicht wachsen, blüht nur wenig und steht den Rest des Jahres einfach nur da. Also werde ich sie diesen Herbst verschenken und etwa attraktiveres an diese Stelle setzen.

    Das Kapitel für die Jahreszeiten, nicht vier, sondern sieben hat mich auch darin bestärkt, auch mein Gartenjahr weiter so zu strukturieren. Derzeit suchen wir noch einen Verlag für unseren Kalender, der sich nach den Phänologischen Jahreszeiten richtet und aufzeigt, wie man sie definieren kann.

    Auch hat sie ein wunderschönes Kapitel über Gräser geschrieben. Darüber und meine Gräser im Garten werden ich im Herbst berichten.

    Das Buch ist im Insel Verlag unter der ISBN 978-3-458-35815-2 bereits 2012 erschienen.

  • Neue Termin für 2021 Juli 19, 2020

    Aufgrund der Corona Krise wurden u. a. die Landesgartenschau in Ingolstadt (LGS) verschoben. Nun gibt es wieder einen Ausblick für 2021 und wir haben dann in Bayern zwei Schauen. In Lindau am Bodensee wird eine Regionalgartenschau stattfinden. In direkter Nachbarschaft in Überlingen (Baden-Württemberg) findet ebenfalls eine LGS statt. Natürlich ein Risiko, ob die 3 Schauen dann genug Besucher anziehen können. Ich verspreche, ich werde alle drei besuchen. 🙂

    Ein Ausblick für die nächsten Jahre:

    2023 Freyung (verschoben von 2022)

    2024 Kirchheim (Lkr München)

    2025 Furth im Wald (Oberpfalz)

    2026 Schweinfurth

    Drücken wir mal die Daumen, dass die Organisatoren verschont bleiben von solchen Situationen wie 2020.

    Hier ein paar weiterführende Links für die Schauen 2021:

    https://ingolstadt2020.de

    https://www.lindau2021.de

    https://www.ueberlingen2020.de/de/

  • Hochbeet 2.0 Juli 11, 2020

    Heute war das Hochbeet dran. Die Pflanzen und Kräuter hatten das Hochbeet ganz durchwurzelt und die Erde konnte kein Wasser mehr aufnehmen. Deshalb sah alles nicht nur schrecklich aus, sondern die Pflanzen konnten sich auch nicht mehr entwickeln. Leider konnte ich nicht mehr bis zum Herbst warten, also habe ich alle Pflanzen herausgeholt und in Wasser gestellt. Zusätzlich mussten die Erdbeeren noch einen neuen Platz bekommen, da sich die Vögel gerne daran bedient hatte. Sie standen direkt neben der Futterstation.  Also erstmal die alte Erde raus, neue rein, Kompost dazu und die Pflanzen wieder in die Erde. Sieht doch gleich besser aus. Und jetzt hoffe ich auf eine zweite Erdbeerblüte und dass ich vielleicht auch mal eine abbekommen. 🙂