• Pflanzen

    Vorfrühling oder Erstfrühling?

    Kommen wir mal wieder zu meinem Lieblingsthema, die Phänologie. Ich beobachte schon seit Jahren, ob und wie sich die Blühzeiten verändern. Die Kornelkirsche hier auf dem Foto zeigt das Ende des Vorfrühling an, dann würde der Erstfrühling beginnen und dort ist eine Zeigerpflanze die Forsythie. So, nun blüht meine Kornelkirsche schon seit Wochen, aber der Frühling steckt fest. Es geht nicht weiter, im Gegenteil, der Spätwinter ist da. Nachts Minusgrade und tagsüber auch max. einstellige Plusgrade. Die Forsythie in der Nachbarschaft blüht auch noch nicht. Interessant ist, dass sich die Jahreszeiten mit jedem Längen und Breitengrad verändern. Vom Südwesten Europas also Portugal bis nach Finnland schafft der Vollfrühling täglich etwas 30 bis 40 Kilometer, d. h. von Portugal bis Finnland vergehen ca. 2 Monate. Meine Freundin in Frankfurt hat schon Erstfrühling, dort blühen bereits die Forsythien. Schauen wir mal, wann es denn bei uns so richtig losgeht, der 21.März, unser kalendarischer Frühlingsanfang, hat leider den Startschuss verpasst.

  • Pflanzen

    Einkaufstour

    Von diversen Geburtstagen hatte ich noch Gutscheine, daher startete ich im Frühjahr mit meiner Einkaufstour, dabei ist mir sehr klar der Unterschied der Pflanzen zwischen Gartencentern, Baumärkte oder Staudengärtnerein aufgefallen.

    Erstens sind die Pflanzen in den Gartencentern und Baumärkten nicht immer eindeutig beschriftet. Man findet deutsche „Phantasienamen“ und der lateinische Name ist nicht vollständig, d. h. man kauft vielfach „die Katze im Sack“. Zweitens ist das Verhältnis Pflanze zu Wurzel immer zu Gunsten der oberirdischen Pflanze, auch ein Zeichen von starker Düngung. Die Preise waren auch immer höher als in der Staudengärtnerei.

    In der Staudengärtnerei (ich war bei Augustin in Effeltrich) sind die Pflanztische nach Lagen, d. h. sonnig, halbschattig oder Bodenbeschaffenheit sortiert, die Pflanzen immer lateinisch klar beschriftet. Das Verhältnis Pflanze zu Wurzel ist immer zugunsten der Wurzel.

    Alle gekauften Pflanzen habe ich gleich gewässert und eingepflanzt. Bei den Pflanzen aus dem Baumarkt oder Gartencenter kam es zu einem schnellen oberirdischen Wachstumsschub, einige sind  mir dann auch schnell eingegangen, weil die Wurzel, gerade bei der diesjährigen Trockenheit, nicht schnell genug nachkam. Ausserdem habe ich einige Überraschung in Farbe oder Wuchshöhe erlebt. Die Pflanzen aus der Staudengärtnerei sind alle angegangen und wurde langsam grösser, hatten stabile Blüten und haben den Sommer gut überstanden.

    Mein Fazit: ich würde, und habe dies auch im Herbst getan, einer Staudengärtnerei den Vorzug geben. Insbesondere wenn Ihr viel anpflanzen müsst und es entsprechend ins Geld geht. Ihr spart einige Cent oder Euro pro Pflanze (oft gibt es auch Mengenrabatt) und die Pflanzen gehen besser an.

    Was ist Eure Erfahrung?

    Alchemilla mollis – Frauenmantel aus der Staudengärtnerei
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    Frühling in meinem Garten

    Wer hätte es gedacht, dass nach dem späten Kälteinbruch Ende Februar, der Frühling so heftig Einzug hält. Na ja, von Frühling kann man bei Temperaturen über 20 Grad eigentlich gar nicht mehr reden.

    Aufgrund unseres Umzuges in 2017 hatte ich gebangt, ob denn meine Gehölze und die unzähligen Stauden das überstanden hatten, als dann die ersten im Februar austrieben und dann noch mal der starke Frost ohne Schnee kam, dachte ich, das war es! Die ganze Arbeit umsonst, das werden die Pflanzen nicht überleben.

    Aber die Natur ist immer für eine Überraschung gut, schaut meine wunderschön blühende Quitte an, so blüht hier momentan alles. Freue mich sehr und genieße die Stunden im Garten und hoffe, dass auch bei Euch alles schön gedeiht.