Mein Garten

Mein Garten liegt in Franken und hat für mich einen hohen Entspannungswert und ist gut für die heimische Tierwelt. Mein Garten wurde 2021 als „Naturgarten“ zertifiziert.  Außerdem habe ich ihn so anlegt, dass er dem Klimawandel mit immer heißeren Temperaturen und Trockenheit standhält. Das ganze Abenteuer habe ich aufgeschrieben und ich hoffe, dass ihr einige Anregungen daraus ziehen könnt.

2016: Wie alles begann

Wir hatten im Jahr 2016 die Chance bekommen, ein altes Haus mit einem relativ großen Grundstück zu kaufen. Mein Gärtnerherz hat natürlich sofort „Ja“ gerufen und nach 5 Tage Bedenkzeit haben wir uns in das Abenteuer gestützt und haben das Haus gekauft. Die Dinge, die alle bei der Renovierung passiert sind, möchte ich hier lieber unerwähnt lassen, sonst kauf niemand mehr ein gebrauchtes Haus. Aber so ist es halt, man weiß nie, was hinter der nächsten Wand so alles an Überraschungen lauert.

Jetzt aber zum Garten: Die Anlage des Gartens stammte aus den 70 bis 80ziger Jahren und bestand zum Größtenteils auf riesigen Koniferen. Ein bisschen Wiese und ein paar Staudenbeete, die mit Unkraut überwuchert waren. Nun wollte ich möglichst viel erhalten und nur einige meiner Pflanzen aus meinem vorherigen Garten umziehen. Aber wie beim Haus, kam es auch beim Garten ganz anders. Unser Garten- und Landschaftsbauer in Möhrendorf hat mit mir den Garten inspiziert und meinte nur, dass alle Koniferen „ausgewachsen“ sind, d. h. sie waren innen hohl bzw. braun, damit konnte man sie auch nicht mehr in Form schneiden. Die Buchbäume waren alle befallen und ebenfalls braun, einzige Ausnahme bildeten die Eiben, die einen Rückschnitt nicht übelnehmen. Zeitgleich wollten die Nachmieter in unserem vorherigen Haus nichts von unseren Pflanzen haben, damit war meine Entscheidung recht schnell getroffen, die alten Koniferen raus und meinen ganzen Pflanzen umziehen.

Nach der Fäll Aktion sah der Garten natürlich schrecklich aus, die Eiben waren nur noch ein Gerippe ohne grün. Ich atmete tief durch und sagte mir, das wird schon und es wurde.

Frühjahr 2017: Umzug der Gehölze und Pflanzen

Es war soweit, die Gehölze aus meinem alten Garten zogen um.

Mit Hilfe unseres Gärtners Alessandro Alfano zogen wir 25 (!) Gehölze um, darunter Felsenbirnen (Amelanchier Lamarckii), Zaubernuss (Hamamelis intermedia ‚Arnold Promise‘), Kornelkirsche (Cornus mal), Hortsensien usw. Auch eine Quitte (Cyndonia) zog mit um, in einem früheren Beitrag könnt Ihr sehen, wie schön sie angegangen ist. Und wirklich, bis auf eine kleine Rispenhortensie (Hydrangea paniculata ‚Little Limelight‘) ging alles wunderschön an. Die Arbeit hat sich gelohnt, Insekten und Vögel fanden die neuen Bewohner des Gartens toll.