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Schlagwort: Stauden

Der Gärtner

Der Gärtner

Ein wunderschöner Satz von Karl Förster, dem Staudenzüchter und Vordenker für moderne und naturnahem Garten.

Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner, und das nächste Mal auch noch. Denn für ein einziges Leben ward dieser Beruf zu groß.

Das gilt für mich als Hobbygärtnerin ebenfalls, ich finde, dieses Hobby ist in jedem Leben eine Bereicherung.

Karl Förster lebte von 1874 bis 1970 und war ganz besonders an den Gräsern interessiert. Sein Spruch „es wird durchgeblüht“, ist uns allen ein Ansporn.

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Helenium Hybride – Die Sonnenbraut

Diese Staude hatte ich auch schon vor dem Präriebeet in meinem Garten und ich muss sagen, sie ist sehr ausdauernd. Im Juli öffnen viele Sorten bereits die Blüten und blühen mindestens bis September. Was ich an allen Sorten so schön finde, sind die warmen Farbtöne. Man findet sie in allen gelb-Schattierungen über orange bis zu rot, einfach ein fröhliches Bild! Und natürlich sind die Sonnenbräute eine gute Bienenweide. Ich bin sehr gespannt, wie sie im Herbst/Winter aussehen werden, denn ich werde das Präriebeet ja nicht abschneiden.

Rubinzwerg

 

Präriebeet versus Blumenwiese

Präriebeet versus Blumenwiese

Im Rahmen meines Gartenprojektes 2024 suche ich noch die Gestaltung des Eingangsbereiches. Dort muss das Beet leider etwas schmaler werden, damit wir die Einfahrt besser nutzen können, gleichzeitig soll es aber ein schöner Anblick sein, da ich jeden Morgen dort hinschauen, wenn ich aus dem Haus gehe.

Da ich dieses Frühjahr erstmal meine Ressourcen auf das Präriebeet verwendet habe, blieb für das Beet an der Einfahrt nur eine Blumenwiese übrig. Nun im Juli angekommen, ist die Blumenwiese optisch nicht wirklich ein Hingucker. Ich würde dies nur empfehlen für eine Gartenecke, die man nicht wirklich sehen muss.

Blumenwiese im Juli

Ja, es gibt auch ein paar einzelne schöne Blüten, aber…

 

 

 

 

das Präriebeet ist eindeutig schöner und bietet auch viel mehr Blüten.

Präriebeet im Juli

 

Die Anzahl der Insekten ist ebenfalls beim Präriebeet viel höher. Und ein ganz entscheidender Vorteil, das Präriebeet braucht nur ganz selten mal Wasser. Die Blumenwiese hingegen kann nicht ohne regelmäßiges Gießen auskommen, da die kleinen Sämereien sonst natürlich nicht gedeihen können. Deshalb würde ich weiterhin zu Trockenheits-tolerierende Stauden greifen.

Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung für mein Beet am Eingang…

Von Null auf Garten

Von Null auf Garten

Ein Anfängerbuch von Lucy Bellamy.

Lucy beschreibt Schritt für Schritt, wie man einen wilden Garten mit Stauden anlegt. Sehr anschaulich gibt sie einen Überblick über problemlose Stauden. Auch zeigt sie wie man eine einfache Gartenplanung macht. Mir haben die empfohlenen Stauden sehr gut gefallen, weil sie auf die verschiedenen Blühformen eingeht und sie Wert darauflegt, dass das ganze Jahr etwas blüht. Ein gelungenes Buch um Gartenanfänger zu motivieren aus einem langweiligen Garten mit Wiese und Randbeeten ein Feuerwerk der Blüten zu machen. Sehr empfehlenswert.

Erschienen im Ulmer Verlag, ISBN 978-3-8186-0342-7

Leipziger Buchmesse 2019

Leipziger Buchmesse 2019

Gestern habe ich einen Ausflug zur Leipziger Buchmesse gemacht. Leider waren nicht so viele Verlage dort, die auf Gartenbücher spezialisiert sind. Mir haben Gräfer und Unzer, BLV und z. B. Kosmos gefehlt. Schön war aber, dass der Landwirtschaftsverlag aus Münster dort war. Dieser Verlag gibt u. a. die Landlust heraus. Ich schaute mich am Stand um und wurde von einem netten Herrn gefragt, ob ich eine Frage hätte. Sofort realisierte ich, dass es der Autor des Buches Gräser und Blattschmuckstauden war, das auf dem Tisch vor ihm lag. Wir haben uns sehr gut unterhalten und da ich gerade das Präriebeet in Angriff nehme, dachte ich mir, das Buch musst Du kaufen. Herr Horst Schöne, so der Name des Autors, hat mir das Buch dann signiert und ich werde es jetzt durchlesen und Euch davon berichten.

Ansonsten war noch der Ulmer Verlag dort und ich konnte auch hier mit der Vertreterin plaudern. Die Leipziger Buchmesse war sonst für mich nicht so interessant, ausser die vielen verkleideten jungen Leute, die auf der Manga Convention waren. Sie haben zum grössten Teil die Kostüme selbst genäht und viele waren einfach wunderschön. Schaut mal in mein Instagram Profile, einige habe ich gepostet, auch das Beitragsbild

Einkaufstour

Einkaufstour

Von diversen Geburtstagen hatte ich noch Gutscheine, daher startete ich im Frühjahr mit meiner Einkaufstour, dabei ist mir sehr klar der Unterschied der Pflanzen zwischen Gartencentern, Baumärkte oder Staudengärtnerein aufgefallen.

Erstens sind die Pflanzen in den Gartencentern und Baumärkten nicht immer eindeutig beschriftet. Man findet deutsche „Phantasienamen“ und der lateinische Name ist nicht vollständig, d. h. man kauft vielfach „die Katze im Sack“. Zweitens ist das Verhältnis Pflanze zu Wurzel immer zu Gunsten der oberirdischen Pflanze, auch ein Zeichen von starker Düngung. Die Preise waren auch immer höher als in der Staudengärtnerei.

In der Staudengärtnerei (ich war bei Augustin in Effeltrich) sind die Pflanztische nach Lagen, d. h. sonnig, halbschattig oder Bodenbeschaffenheit sortiert, die Pflanzen immer lateinisch klar beschriftet. Das Verhältnis Pflanze zu Wurzel ist immer zugunsten der Wurzel.

Alle gekauften Pflanzen habe ich gleich gewässert und eingepflanzt. Bei den Pflanzen aus dem Baumarkt oder Gartencenter kam es zu einem schnellen oberirdischen Wachstumsschub, einige sind  mir dann auch schnell eingegangen, weil die Wurzel, gerade bei der diesjährigen Trockenheit, nicht schnell genug nachkam. Ausserdem habe ich einige Überraschung in Farbe oder Wuchshöhe erlebt. Die Pflanzen aus der Staudengärtnerei sind alle angegangen und wurde langsam grösser, hatten stabile Blüten und haben den Sommer gut überstanden.

Mein Fazit: ich würde, und habe dies auch im Herbst getan, einer Staudengärtnerei den Vorzug geben. Insbesondere wenn Ihr viel anpflanzen müsst und es entsprechend ins Geld geht. Ihr spart einige Cent oder Euro pro Pflanze (oft gibt es auch Mengenrabatt) und die Pflanzen gehen besser an.

Was ist Eure Erfahrung?

Alchemilla mollis – Frauenmantel aus der Staudengärtnerei
Gartenprojekt 2024 – Folge 2

Gartenprojekt 2024 – Folge 2

Umzug der Gehölze und Pflanzen

Im Frühjahr 2017 war es soweit, die Gehölze aus meinem Garten zogen um.

Mit Hilfe unseres Gärtners Alessandro Alfano zogen wir 25 (!) Gehölze um, darunter Felsenbirnen (Amelanchier Lamarckii), Zaubernuss (Hamamelis intermedia ‚Arnold Promise‘), Kornelkirsche (Cornus mal), Hortsensien usw. Auch eine Quitte (Cyndonia) zog mit um, in einem früheren Beitrag könnt Ihr sehen, wie schön sie angegangen ist. Und wirklich, bis auf eine kleine Rispenhortensie (Hydrangea paniculata ‚Little Limelight‘) ging alles wunderschön an. Die Arbeit hat sich gelohnt, Insekten und Vögel fanden die neuen Bewohner des Gartens toll.

Blühende Sträucher nach dem Umzug

Nun kam der Herbst 2017 und mit der Hilfe von Freunden ging es an den Umzug der Stauden und Rosen. Alleine 100 Elfenblumen (Epimedium sulphureum) mussten umgepflanzt werden. Insgesamt haben wir ca. 350 Stauden umgezogen. Auch hierbei gab es nur 4 Ausfälle, obwohl wir die Rosen und ca. 50 Stauden erstmal in ein Zwischenbeet eng zusammen setzten mussten. In 2018 haben trotz der Dürre alle geblüht und teilweise schöner als im alten Garten. Der Boden ist wohl sehr gut und hat den Pflanzen gute Nahrung geboten.

Das Zwischenlager für Stauden

Nach diesem Kraftakt war ich sehr froh, dass endlich der Winter kam und ich mit der Planung des restlichen Gartens auf der Couch sitzend beginnen konnte. Davon mehr in Folge 3.